»Harry!« Boom Boom kreuzte herüber, ihre ebenmäßigen weißen Zähne blitzten, ihr schweres, teures rotes Cape wehte sanft im leich­ten Wind.

»Hi, Boom.« Harry kürzte ihren Spitznamen ab, den sie ihr in der High School gegeben hatten, weil ihre großen Brüste bei jedem Schritt zu wummern schienen, bumm-bumm. Die Jungs waren ver­rückt nach ihr gewesen.

»Du bist richtig angezogen für deinen Job.« Boom Boom taxierte Harrys gebügelte Jeans und ihre Gummistiefel mit den hohen Schäf­ten, die bei Damenstiefeln nur zwanzig Zentimeter hoch waren, was Harry ärgerte, da sie auf der Farm gut und gern dreißig Zentimeter hätte gebrauchen können; nur Herrenstiefel hatten Schäfte von drei­ßig Zentimetern. Harry trug außerdem ein seidenes Unterhemd, einen gebügelten wollenen Umhang mit Schottenmuster - MacLeod - und eine Daunenweste in Rot. Wenn der Tag wärmer wurde, würde sie ihre Schichten abwerfen.

»Boom, Boom, ich ziehe mich immer so an.«

»Ich weiß «, lautete die ätzende Antwort der Frau, die von oben bis unten in Versace steckte. Allein ihre Krokodillederstiefel hatten über tausend Dollar gekostet.

»Ich habe nicht dein Budget zur Verfügung.«

»Selbst wenn du es hättest, würdest du genauso rumlaufen.«

»Also, Boom, was ist los? Kommst du hierher, um mir einen Schnellkurs in Mode zu verpassen, mich mit Unbehagen zu strafen, oder willst du was von Tucker?«

Tucker drückte sich eng an ihre Mutter.»Sie hat zuviel Parfüm drauf, Mom. Sie verstopft mir die Nase.«

Boom Boom beugte sich herunter, um den seidigen Kopf zu strei­cheln. »Tucker, du siehst beeindruckend aus mit deinem Richterab­zeichen.«

»Boom, die falschen Fingernägel müssen weg«, entgegnete der Hund.



17 из 244