Will und Linda Forloines trieben sich nach wie vor in der Welt der Hindernisrennen herum. Vergangenes Jahr hatte Will sich dazu er­niedrigen müssen, in einem Verbrauchermarkt außerhalb von Midlle­burg zu arbeiten. Schließlich hatten sie sich an einen reichen Arzt geheftet, der von New Jersey hierhergezogen war und>in Pferden machen wollte. Der Ärmste.

»Sie sind hier.«

»Hier?« sagte Harry. Boom Booms tiefe Stimme könnte einen ein­lullen, so süß ist sie, dachte sie.

»Man sollte meinen, sie wären so vernünftig, sich nicht blicken zu lassen.«

»Will war noch nie der Hellste.« Harry zog ihre Daunenweste aus, und Boom Boom wechselte das Thema.

»Ich bin gekommen, um dir zu sagen, es tut mir leid, daß ich ein Verhältnis mit Fair hatte, aber das warnach eurer Scheidung. Er ist ein lieber Kerl, bloß, wir haben nicht zusammengepaßt. Ich hatte keine ernsthafte Beziehung gehabt, seit Kelly tot ist, und ich mußte mal wieder was in die Finger kriegen.«

Harry glaubte nicht, daß es Boom Booms Finger waren, die Fair fasziniert hatten, aber sie widerstand dem Drang, sich dazu zu äu­ßern. Auch glaubte sie keine Minute, daß die Beziehung wundersam­erweise gleich nach der Scheidung begonnen hatte. »Verstehst du, wie mich das aufgeregt hat?«

»Nein. Du hast dich von ihm scheiden lassen.«

»Das heißt noch lange nicht, daß ich über ihn weg war, verdammt noch mal!« Harry beschloß, das genaue Datum von Boom Booms Liaison mit Fair nicht zu ermitteln. Wenigstens waren sie erst nach der Scheidung öffentlich aufgetreten.

»Warum läßt du es an mir aus? Laß es an ihm aus.«

»Hab ich, mehr oder weniger.«

»Und, Harry, was ist mit den Frauen, hm,während ihr verheiratet wart? Das waren deine Feindinnen, nicht ich.«



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