»Gibt's was Neues?« erkundigte sich Larry.

»Alles in Butter«, sagte Harry.

»Ist Ihnen nicht gut?« fragte der Doktor, der ihr gerötetes Gesicht und ihren hastigen Atem bemerkte.

»Mir fehlt nichts. Wann ist das nächste Rennen?«

»In einer halben Stunde. Ungefähr«, antwortete Jim.

»Ich brauche eine Co-Cola.«

»Sie brauchen was ganz anderes«, scherzte Larry. »Sie keuchen wie ein Güterzug. Wollen Sie nicht am Montag in meine Praxis kommen? Wie lange haben Sie sich schon nicht mehr gründlich un­tersuchen lassen?«

»Larry, mir fehlt nichts. Ich hatte bloß ein kleines Tete-a-tete mit Boom Boom.«

»Das erklärt alles.« Er lächelte, und als die beiden Männer weiter­fuhren, fragte Jim: »Hat sie>Titt-ä-titt< gesagt?«

»Nein.« Larry lachte laut. »Jim, Sie sind ein Primitivling mit Geld.«

Jim grunzte. »Hat sich für mich nach Körperteilen angehört, mein lieber Freund.«

2

»Mom, ich hab Hunger.«

»Tucker, hör auf zu kläffen, du gehst mir auf die Nerven.«

»Du hattest ein Schinkenbrötchen, und ich hab seit dem Frühstück nichts gegessen.« Der Duft, der den Verpflegungszelten entströmte, trieb Tucker zum Wahnsinn.

Harry sah auf die Uhr. Noch zwanzig Minuten. Sie sauste in ein Zelt, schnappte sich ein Brathähnchen, einen kleinen Behälter mit Krautsalat, einen mit Bohnen, eine kalte Cola und einen großen Be­cher Tee mit Plastikdeckel.

Als Harry sich durch die Menge schob, kam sie am Jockeyzelt vor­bei. Ein Tumult ließ sie innehalten. Die Zeltklappe öffnete sich und gab den Blick frei auf bunte Dressen auf Kleiderbügeln, die an einem quer durch das Zelt gespannten Seil hingen. Elastische Binden, Kap­pen und Socken waren auf niedrige Bänke geworfen.

Nigel, dessen kurzgeschnittenes Haar in der Sonne glänzte, stürzte heraus. Chark Valiant stürzte hinterdrein.



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