Oh, die wilde Wonne, ihre feuchte, kalte Nase an die Scheibe zu drücken, als der Falcon die Farm verließ, und Mrs. Murphy auf den Hinterbeinen am Küchenfenster stehen zu sehen. Tucker war über­zeugt, wenn sie am Abend zurückkamen, würde Murphy die Fransen der alten Couch zerrupft, die Vorhänge zerrissen und die Telefon­schnur zerbissen haben, und das wäre noch das mindeste. Dann wür­de die Katze noch mehr Ärger bekommen, während Tucker, gewöhn­lich der Sündenbock, ihren Heiligenschein polierte. Wenn sie einen Schwanz hätte, würde sie damit wedeln, so glücklich war sie. So aber wackelte sie mit dem Hinterteil.

»Tucker, sitz still, wir sind gleich da«, schalt Harry sie.

»Da ist Mim.« Mrs. Hogendobber winkte Marilyn Sanburne zu, de­ren Kombination von Geld und herrischem Gebaren sie zur Queen von Crozet machte. »Gewalkte Wolle, sehe ich. Sie macht heute auf Bayrisch.«

»Die Pfauenfeder an ihrem Hut würde mir auch gefallen.« Harry lächelte und winkte ebenfalls.

»Wie viele Pferde hat sie heute laufen?«

»Drei. Sie hat ein gutes Jahr mit Bazooka, ihrem großen Wallach. Die anderen zwei sind noch roh und entwickeln sich gut.« Harry benutzte den Ausdruck für ein junges Tier, das noch Erfahrungen sammelte. »Es ist großartig, daß sie den Valiants die Chance gibt, ihre Pferde anzutrainieren. Gutes Material ist das A und O, aber das weiß Mim ja.«

»Ich fahre auf Ihren Parkplatz. Dann können Sie zu Fuß zum Führ­ring gehen.«

»Okay.« Harry zog ihre Handschuhe aus der Tasche. Um zehn Uhr morgens betrug die Temperatur sieben Grad. Wenn um zwölf Uhr dreißig das erste Rennen startete, würde sie vielleicht an fünfzehn Grad heranreichen, eine ideale Temperatur für Anfang November.



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