
2. „… AUF WELCHER SEITE SIE STEHEN“
Grants Vater riet zur Geduld.
»Wenn sie dich dorthin schicken wollen, müssen sie ihre Gründe haben. Du wirst dich damit abfinden müssen, Junge.«
Grant konnte sich damit nicht abfinden. Trotz ernster Gebete war keine Geduld in ihm. Sein Vater war sein Leben lang ein sanftmütiger und hinnehmender Mann gewesen, und was hatte es ihm eingebracht? Unbekanntheit, vornehme Armut und herablassendes Lächeln hinter seinem Rücken. Das ist nichts für mich, sagte sich Grant.
Entgegen dem beschwichtigenden Rat seines Vaters wehrte sich Grant bis hinauf zum Regionaldirektor der Neuen Ethik für die nordwestlichen Staaten gegen die Entscheidung.
»Ich kann nicht vier Jahre im Jupiter-Orbit verbringen«, beharrte er. »Ich bin verheiratet! Ich kann nicht vier Jahre lang so weit entfernt sein! Außerdem studiere ich Astrophysik, und beim Jupiter gibt es dafür keinen Bedarf. Ich werde vier Jahre vergeuden! Man sagt mir, ich könne meine Studien dort in der Freizeit fortsetzen, aber wie kann ich arbeiten, wenn dort keine Astrophysik betrieben wird?«
Der Regionaldirektor saß steif und aufrecht in einem Lehnstuhl hinter seinem von Papieren überhäuften Schreibtisch aus massiver Eiche. Er beobachtete den aufgeregten jungen Mann über die zusammengelegten Fingerspitzen seiner schmalen Hände hinweg, während Grant weiterplapperte. Sein Name war Ellis Beech. Er war ein ernst aussehender Afroamerikaner, dessen Haut die Farbe von rußigem Rauch hatte. Sein Gesicht war lang und hohlwangig, der düstere Blick seiner hellbraunen Augen ruhte unverwandt und konzentriert auf Grant.
Schließlich gingen diesem die Worte aus. Er wusste nicht, was er noch sagen konnte. Er hatte sich bemüht, Zorn und Enttäuschung zu beherrschen, war sich aber bewusst, dass er laut geworden war, ohne es zu wollen, und damit seine Verärgerung und Aufgeregtheit verraten hatte. Zeig niemals Ärger, hatte sein Vater ihm geraten. Bleib ruhig und vernünftig. Ärger erzeugt Ärger; du willst den Regionaldirektor von deinem Standpunkt überzeugen, nicht ihn dir zum Feind machen.
