
Es war wirklich ein hoffnungsloses Beginnen, in dieser Stadt Detektiv zu sein! Wenn er groß war, würde er, sobald sich eine Möglichkeit bot, in die Londoner Slumbezirke ziehen. Oder vielleicht besser nach Chikago?
Der Alte wollte, daß er im Geschäft anfangen sollte. Im Geschäft! Er! Ja, das könnte denen so gefallen, allen Mördern und Banditen in London und Chikago! Da konnten sie nach Her-zenslust morden, ohne daß jemand hinter ihnen her war, während er im Geschäft stand und Tüten drehte und grüne Seife oder Hefe abwog. Nein, wahrhaftig, er hatte nicht die Absicht, Rosineneinpacker zu werden! Detektiv oder gar nichts! Der Alte konnte wählen! Sherlock Holmes, Asbjörn Krag, Hercule Poirot, Lord Peter Wimsey, Karl Blomquist! Er schnalzte mit der Zunge. Und er, Kalle Blomquist, hatte die Absicht, der Beste von allen zu werden.
»Blut! Daran ist nicht zu zweifeln«, sagte er zufrieden.

Draußen auf der Treppe hörte man Gepolter, und eine Sekunde später wurde die Tür aufgerissen, und Anders kam erhitzt und keuchend herein. Kalle betrachtete Ihn kritisch und machte seine Beobachtungen.
»Du bist gerannt«, sagte er schließlich in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.
»Klar bin ich gerannt«, sagte Anders gereizt. »Hast du gedacht, ich komme auf der Tragbahre?«
Kalle versteckte seine Pfeife. Nicht deswegen, weil es ihm etwas ausmachte, daß Anders ihn beim heimlichen Rauchen überraschte. Es war nur so, daß er keinen Tabak in der Pfeife hatte.
Aber ein Detektiv braucht seine Pfeife, wenn er sich mit Problemen herumschlägt. Wenn der Tabak auch gerade mal alle war.
