Das sahen Mama und Birger und Betty ein, und darum ver-sprachen sie sich gegenseitig in die Hand, keinem jemals von Karlsson zu erzählen.

Am Tage nach seinem Geburtstag sollte Lillebror zu seiner Großmutter aufs Land fahren und dort den ganzen Sommer bleiben. Darauf freute er sich sehr, aber er machte sich Sorgen wegen Karlsson. Was konnte Karlsson nicht unterdessen alles einfallen! Man stelle sich vor, wenn er verschwände und weg-bliebe!

„Lieber, lieber Karlsson, es ist doch ganz sicher, daß du noch auf dem Dach wohnst, wenn ich von meiner Großmutter zurückkomme?" fragte Lillebror.

„Das kann man nie wissen", sagte Karlsson. „Ich fahre auch zu meiner Großmutter. Die ist viel großmuttriger als deine, und sie findet, ich bin der beste Enkel der Welt. Man kann daher nie wissen ... Sie wäre ja dumm, wenn sie den besten Enkel der Welt weglassen würde, nicht wahr?"

„Wo wohnt deine Großmutter?" erkundigte sich Lillebror.

„In einem Haus", erwiderte Karlsson. „Glaubst du, sie rennt nachts immer draußen herum?"

Mehr erfuhr Lillebror nicht. Und am nächsten Tag reiste er zu seiner Großmutter. Bimbo nahm er mit. Auf dem Lande war es schön. Lillebror spielte den ganzen Tag. An Karlsson dachte er nicht so häufig. Als aber die Sommerferien zu Ende waren und er nach Stockholm zurückkehrte, da fragte er nach Karlsson, kaum daß er zur Tür hereingekommen war.

„Mama, hast du Karlsson mal gesehen?"

Die Mutter schüttelte den Kopf.

„Nein, ich habe ihn nicht gesehen. Er ist sicher weggezogen."

„Red doch nicht so", sagte Lillebror. „Ich will, daß er immer weiter auf dem Dach wohnt, er muß zurückkommen."



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