Im selben Augenblick hörte er ein Brummen draußen vor dem Fenster. Ein Brummen, das so klang wie ja, tatsächlich, es klang wie Karlsson. Und es war Karlsson. Er dröhnte geradewegs zum Fenster herein und schrie:

„Heißa hopsa, Lillebror!"

„Heißa hopsa, Karlsson!" rief Lillebror. Er sprang auf und stand ganz glücklich da und sah zu, wie Karlsson ein paar Runden um die Deckenlampe machte, bis er mit einem kleinen Bums vor Lillebror landete. Sobald Karlsson den Motor abgestellt hatte -

er mußte dafür an einem kleinen Knopf drehen, den er auf dem Bauch hatte -, wollte Lillebror auf ihn zustürzen und ihn umarmen. Da stieß Karlsson ihn aber mit seiner kurzen dicken Hand zurück und sagte:

„Ruhig, nur ruhig! Gibt's was zu essen? Ein paar Fleischklöße oder dergleichen? Oder vielleicht ein bißchen Sahnetorte?"

Lillebror schüttelte den Kopf.

„Nööö, heute hat Mama keine Fleischklöße gemacht. Und Sahnetorte haben wir nur, wenn Geburtstag ist."

Karlsson schnaubte.

„Was ist das eigentlich für eine Familie? ,Nur wenn Geburtstag ist?' Wenn aber ein lieber alter Freund kommt, den man monatelang nicht gesehen hat? Man sollte doch meinen, deine Mama könnte sich dann ein bißchen anstrengen."

„Ja, aber wir wußten nicht...", begann Lillebror.

„Wußten nicht", sagte Karlsson. „Ihr hättet die Hoffnung haben können. Ihr hättet die Hoffnung haben können, daß ich eines Tages käme, und das hätte deiner Mama genügen müssen, mit der einen Hand Klöße zu drehen und mit der anderen Sahne zu schlagen."

„Wir hatten Bratwurst zu Mittag", sagte Lillebror beschämt.

„Vielleicht möchtest du ..."

„Bratwurst! Wenn ein lieber alter Freund kommt, den man monatelang nicht gesehen hat!"

Karlsson schnaubte abermals.



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