„So so", sagte Lillebror, „die Großmutter, die konnte aber mächtig drücken."

So sehr hatte seine Großmutter ihn allerdings nicht gedrückt, aber sie hatte ihn doch gern, und sie war auch immer gut zu ihm gewesen. Das erklärte er Karlsson.

„Sie kann aber auch so nörglig sein wie keine auf der Welt", sagte Lillebror, nachdem er ein wenig überlegt hatte. „Sie nörgelt immerzu und immerzu, man soll die Strümpfe wechseln, und man soll sich nicht mit Lasse Jansson zanken und so was alles."

Karlsson schleuderte den Teller weg, als er ihn leergegessen hatte.

„Und du glaubst natürlich, meine Großmutter wäre gar nicht nörglig, was? Du glaubst natürlich nicht, daß sie den Wecker gestellt hat und jeden Morgen um fünf Uhr hochgespritzt ist, nur um lange genug nörgeln zu können, ich solle die Strümpfe wechseln und mich nicht mit Lasse Jansson zanken?"

„Kennst du denn Lasse Jansson?" fragte Lillebror verwundert.

„Nein, Gott sei Dank nicht", sagte Karlsson.

„Warum sagte denn aber deine Großmutter ...", erkundigte sich Lillebror.

„Weil sie die nörgligste Großmutter der Welt ist", sagte Karlsson. „Vielleicht kapierst du es jetzt endlich. Du kennst Lasse Jansson und willst dann behaupten, deine Großmutter wäre so nörglig wie keine auf der ganzen Welt? Aber meine Großmutter, die nörgelt den ganzen Tag, daß ich mich nicht mit Lasse Jansson zanken soll, obgleich ich den Bengel nie gesehen habe und von ganzem Herzen hoffe, ich brauche ihn auch nie zu sehen."

Lillebror grübelte. Es war wirklich sonderbar: Ihm hatte es sehr wenig gefallen, wenn die Großmutter an ihm herumnörgelte, aber jetzt hatte er plötzlich das Gefühl, er müsse Karlsson über-trumpfen und die Großmutter nörgliger machen, als sie war.

„Sowie ich nur ein ganz, ganz klein wenig nasse Füße hatte, fing sie an zu nörgeln, ich solle die Strümpfe wechseln", versicherte Lillebror.



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