
Yoneo Matsumoto drückte die Hand seiner Frau fester. In wenigen Minuten würde ihr beider Leben ausgelöscht sein; aber da war ihr Sohn Masao, den sie liebten – er würde das Werk fortsetzen. Masao würde das Matsumoto-Imperium erben, und er würde es gut führen.
Wieder ein heftiger Blitzstrahl, und sie erblickten eine Szene wie aus der Hölle: schneebedeckte Gipfel und brodelnde schwarze Wolken und – direkt vor ihnen – die Felsflanke eines Berges, die sie zu erwarten schien. Sekunden später schien die Welt in tausend Flammenfetzen zu explodieren.
Dann herrschte tödliches Schweigen, unterbrochen nur von dem Heulen des Windes, der über die endlose, einsame Landschaft fegte.
Erstes Kapitel
»Möchtest du noch Kaffee?«
»Nein, danke.«
Siebentausend Meilen entfernt, in einem verträumten Vorort von Tokyo, beendete Masao Matsumoto sein Frühstück. Masao war ein hübscher Junge, achtzehn Jahre alt, groß und kräftig gebaut, mit einem sensiblen Gesicht und strahlenden, intelligenten Augen. Er hatte die Kraft seines Vaters und die Sanftheit seiner Mutter geerbt, und das war eine Kombination, die ihn über den Durchschnitt hob. Masao hatte die High School als Klassenbester abgeschlossen. Er war Captain des Baseball-Teams seiner Schule gewesen und bei seinen Klassenkameraden sehr beliebt. Masao tanzte gern, und manchmal, wenn er keine Schularbeiten hatte, ging er in die Diskos von Shinjuku. Die Familie Matsumoto war eine der reichsten und mächtigsten Familien der Welt, aber darauf bildete sich Masao nichts ein. Er beurteilte die Menschen nach ihren persönlichen Vorzügen, und er hatte viele Freunde.
Masao war in dem Glauben erzogen worden, daß Anständigkeit und Rechtschaffenheit die höchsten Werte im Leben sind, und er hatte einen gesunden Humor. Seine Helden waren die Samurai-Krieger, die für ihre Ideale kämpften und bereit waren, dafür zu sterben.
