»Darf ich euch zum Frühstück einladen?« fragte Masao.

»Nein.« Teruos Gesicht zeigte eine besorgte Miene. »Ich fürchte, wir bringen dir eine schlechte Nachricht.«

Einen Augenblick meinte Masao, sein Herz würde aussetzen. »Was … was ist passiert?«

»Deine Mutter und dein Vater. Sie kamen gestern abend bei einem Flugzeugunfall ums Leben. Ich habe es eben erfahren.«

Masao starrte ihn ungläubig an, ein Gefühl der Unwirklichkeit überfiel ihn. Seine Eltern konnten nicht tot sein, es war unmöglich! Sie waren beide so lebendig! Es war nur ein Alptraum, aus dem er jeden Moment aufwachen würde.

Teruo sagte: »Soviel ich verstanden habe, waren sie sofort tot. Sie haben bestimmt keinen Schmerz gespürt.«

Aber Masao spürte den Schmerz. Er spürte all den Schrecken und die Todesangst, die seine Eltern in den letzten Sekunden erlebt haben mußten, bevor sie starben.

»Ich …« Er glaubte ohnmächtig zu werden. Er holte tief Luft, um seine Selbstbeherrschung wiederzufinden. »Wo … ist es passiert?«

»In den Appalachen, im Osten der Vereinigten Staaten. Dein Vater war auf dem Weg, eine neue Fabrik zu eröffnen.« Teruo legte seinem Neffen den Arm um die Schulter. »Du und deine Tante Sachiko und ich werden morgen früh nach Amerika fliegen. Wir werden die Asche deiner Eltern nach Hause holen, damit sie hier ein angemessenes Begräbnis bekommen.«

Masao nickte, unfähig, etwas zu sagen.


Masao hatte keine Ahnung, wie lange seine Tante und sein Onkel schon da waren und auf ihn einredeten. Sie sprachen Worte voller Liebe und Trost, aber für Masao waren es nur Geräusche, die ohne Bedeutung an ihm vorbeifluteten. Sein Vater und seine Mutter lebten in seinem Herzen, sie sprachen mit ihm, hatten ihn lieb, machten mit ihm Pläne für die Zukunft, wie sie es immer getan hatten.



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