Schreiend und mit unnatürlicher Geschwindigkeit flog der Mann durch die Luft, angetrieben von der schrecklichen Kraft meines gepanzerten Arms. Durch die Reibung der Luft fing er sogar Feuer und krachte als Flammenmasse in den Mann, der Molly bedrohte. Dem Bewaffneten blieb gerade noch Zeit sich umzublicken, dann traf der brennende Mann ihn so hart, dass ich unter dem Aufprall Knochen brechen hörte. Molly schaute auf die beiden Körper, die in einiger Entfernung auf dem Boden hinter ihr lagen, und dann auf mich.

»Ich wusste, dass er da war.«

»Aber sicher wusstest du das«, sagte ich. »Meinst du, du könntest mit dem Wind ein bisschen zarter machen?«

Molly runzelte die Stirn. »Das ist nicht mein Wind.«

Wir blickten beide nach oben: Die zwei schwarzen Kampfhubschrauber stürzten sich auf uns herab. Sie kamen von beiden Enden der Straße gleichzeitig herangedonnert und bestrichen uns mit Maschinengewehrfeuer, Explosivnadelgeschossen und langen Brandgeschossen. Ich blieb einfach stehen und ließ es über mich ergehen, unangetastet von den Kugeln oder den Explosionen oder den Flammen, die um mich herum emporstiegen. Den gepanzerten Männern um mich herum erging es weniger gut; schreiend und auf ihre brennenden Schutzwesten schlagend stürzten sie fort. Molly drehte sich kurz zur Seite aus der Welt hinaus, und alles ging geradewegs durch sie hindurch wie durch einen Geist. Aber solange sie sich derart auf halbem Weg zwischen den Dimensionen hielt, konnte sie nichts tun, um sich zur Wehr zu setzen. Also war es an mir, etwas gegen die Hubschrauber zu unternehmen.

Um mich herum zerkauten Kugeln die Straße, auf allen Seiten sprangen grimmige Flammen hoch. Tausend Schuss pro Minute knallten gegen meine silberne Brust und verschwanden einfach. Ich schwankte nicht einmal. Die Explosionen bewegten mich nicht und die Feuer konnten mich nicht erreichen.



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