»Raus hier!«, sagte ich kalt zu den beiden Piloten.

Sie stießen die Cockpittüren auf und sprangen. Ich konnte es ihnen nicht verübeln; alle Ausbildung der Welt kann einen nicht darauf vorbereiten, einem Drood-Frontagenten in seiner Rüstung entgegenzutreten.

Der Hubschrauber krachte auf die Straße, rutschte weiter und warf Rauch und Funken in die Luft. Ich ritt auf ihm über den Asphalt und wartete, bis er endlich mit kreischenden Kufen zum Stehen kam. Dann stieg ich gelassen von dem zertrümmerten Cockpit herunter. An manchen Tagen ist es gut, ein Agent zu sein. Molly kam zu mir herübergeschlendert.

»Angeber!«

Ich schaute mich in der Straße um. Die meisten gepanzerten Männer lagen am Boden, verletzt oder eingeschüchtert oder bewegungslos. Die wenigen, die sich noch auf den Füßen hielten, hatten die Waffen weggeworfen und standen mit hinter den Helmen verschränkten Händen da. Fast hätten sie mir leid tun können: Sie meinten, sie kämen, um einen unbewaffneten Frontagenten und dessen Freundin zu verhaften; und wahrscheinlich hatten sie geglaubt, die Größe der Operation sei bloß typischer militärischer Overkill. Der Wind, den Molly heraufbeschworen hatte, legte sich allmählich, blies aber immer noch wütende kleine Böen hierhin und dorthin, als sei er verärgert darüber, gegen seinen Willen gestört worden zu sein. Hier und da brannten Feuer die Straße hoch und runter, und von den Trümmern der beiden Helikopter stieg in Ringen dichter, schwarzer Rauch hoch.

Alpha kam langsam nach vorn, Megaphon und Waffe hatte er aufgegeben. Genau vor mir blieb er stehen, und zu seiner Ehre musste man zugeben, dass er zwar besiegt, aber nicht geschlagen aussah. Er nahm den Helm ab, und als ich das Gesicht mittleren Alters erkannte, wurden mir auf einmal eine ganze Menge Dinge klar. Ich schickte meine Rüstung wieder in den Torques zurück, sodass er auch meins sehen konnte.



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