»Philip MacAlpine!«, sagte ich. »Dachte ich's mir doch, dass mir die Stimme bekannt vorkommt. Früher wären Sie zu vernünftig gewesen, um sich in eine Desaster-Operation wie diese hier hineinziehen zu lassen.«

»Du kennst diesen Widerling?«, fragte Molly.

»Er ist beim MI5, britischer Inlandsgeheimdienst«, klärte ich sie auf. »Oder wenigstens war er das immer. Hat in den guten alten Tagen mit Onkel James an vielen Fällen gearbeitet. Ich habe ihn oft im Herrenhaus gesehen, als ich noch ein Kind war.«

»Bitte!«, sagte MacAlpine. »Sie geben mir das Gefühl, alt zu sein.«

»Was machen Sie hier draußen im Feld, Phil?«, fragte ich. »Und wann sind Sie Soldat beim Manifesten Schicksal geworden?«

MacAlpine schüttelte schnell den Kopf. »Ich habe nichts mit Trumans Privatarmee zu tun! Das hier ist eine MI5-Operation - wenn sie es auch, genau genommen, offiziell natürlich nicht ist. Das hier läuft unter DDT.«

Molly sah mich an. »Schädlingsbekämpfung?«

»Department für Dreckige Tricks«, klärte ich sie auf. »Ministerien innerhalb von Ministerien, die offiziell nicht existieren. Sorgt für maximale Bestreitbarkeit. Wer hat das angeordnet, Phil?«

Er lächelte kurz und zuckte die Schulter. »Sie wissen, dass ich Ihnen darauf keine Antwort geben kann, Eddie.«

»Molly«, sagte ich ruhig, »willst du ihn in etwas Kooperativeres verwandeln?«

»Das Ganze war die Idee des Premierministers«, sagte MacAlpine rasch. »Er wollte, dass wir feststellen, ob die Droods wirklich so verwundbar sind, wie unser Geheimdienst behauptet. Damit wir es ausnutzen könnten, solange ihr noch schwach wärt.« Er sah auf die Trümmer und Leichen rings um ihn. »So viele gute Männer, verletzt und tot. Früher waren Sie nicht so bösartig, Eddie.«



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