«Ehm…«, sagte ich.»Heute ist der erste Tag der HighflyerAuktion.«

«Na und?«fragte er, als ich einhielt.»Weiter.«

«Du mußt dir darüber im klaren sein… daß die mit einem Eröffnungsgebot nicht unter 20000 Guineen anfangen.«

Es schockte ihn nur minimal.»Eröffnungsgebot? Für wieviel verkaufen sie denn?«

«Von hunderttausend aufwärts. Heute hast du Glück, wenn du einen Jährling der Spitzenklasse für unter einer Viertelmillion bekommst. Es ist der teuerste Tag des Jahres.«

Er geriet nicht weiter ins Wanken.»Dann komm«, sagte er.»Gehen wir rein und bieten.«

«Du mußt dir zuerst die Abstammung ansehen«, sagte ich.»Dann mußt du sehen, ob dir die Tiere gefallen, und dann brauchst du die Hilfe und den Rat eines Agenten.«

«Ian«, sagte er mit gespieltem Kummer,»ich habe keine Ahnung von Stammbäumen, ich kann grad feststellen, ob so ein

Roß vier Beine hat, und Agenten traue ich nicht. Also komm, laß uns bieten.«

Für mich hörte sich das verrückt an, aber es war sein Geld. Wir traten in die Auktionshalle, wo die Versteigerung bereits in Gang war, und Malcolm fragte mich, wo die reichsten Bieter zu finden seien, diejenigen, die es wirklich ernst meinten.

«In den Sitzbänken links von den Versteigerern, oder hier am Eingang, oder auch da drüben links.«

Er schaute und hörte zu, dann ging er mir voran zu einer Sitzreihe, von wo er die Plätze, auf die ich hingewiesen hatte, beobachten konnte. Das Amphitheater war schon zu mehr als drei Vierteln besetzt, und später würden sich die Leute hier auf die Füße treten, zumal wenn ein besonders begehrtes Objekt an die Reihe kam.

«Die allerhöchsten Preise werden wahrscheinlich heute abend geboten«, sagte ich halb neckend zu ihm, doch er meinte nur:»Dann sollten wir vielleicht warten.«

«Wenn du zehn Jährlinge kaufst«, sagte ich,»kommen unter Umständen sechs davon auf eine Rennbahn, drei gewinnen eventuell ein Rennen, und einer ist unter Umständen ziemlich gut. Wenn du Glück hast.«



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