«Das ist eine bekannte Fehde.«

Er rümpfte die Nase.»Muß beide ein Vermögen kosten. «Er blickte über die Tribüne in das ständig wechselnde Publikum aus Züchtern, Trainern, Besitzern und lediglich Interessierten.»Auf wessen Urteil würdest du am meisten geben?«

Ich nannte mehrere Trainer und die Agenten, die eventuell in ihrem Auftrag handelten, und er bat mich, ihm Bescheid zu sagen, wenn jemand mit guter Sachkenntnis bot, und ihm die Leute zu zeigen. Ich tat das viele Male, und er hörte schweigend zu.

Nach einiger Zeit gingen wir hinaus, um zu verschnaufen, und genehmigten uns einen Ebury-Scotch, ein Sandwich und frische Luft.

«Du weißt wahrscheinlich«, sagte Malcolm beiläufig, während er zusah, wie etliche Jährlinge an der Hand ihrer Betreuer vorbei tänzelten,»daß Moira und ich uns scheiden lassen wollten?«

«Ja, davon habe ich gehört.«

«Und daß sie das Haus und die Hälfte meines Eigentums verlangt hat?«

«M-hm.«

«Und die Hälfte meiner künftigen Einnahmen?«

«Konnte sie das denn?«

«Sie wollte darum kämpfen.«

Ich sprach nicht aus, daß Moiras Mörder Malcolm einen großen Gefallen getan hatte, aber gedacht hatte ich es mehr als einmal.

Statt dessen sagte ich:»Immer noch keine Anhaltspunkte?«

«Nein, nichts Neues.«

Er sprach ohne Bedauern. Wenn man seiner bissigen zweiten Frau — meiner Mutter Joyce — glauben durfte, hatte seine Enttäuschung mit Moira angefangen, sobald er aufgehört hatte, Coochie zu vermissen; und da Joyce ebenso kritisch aufmerksam wie gehässig war, glaubte ich ihr.

«Die Polizei hat sich alle Mühe gegeben, nachzuweisen, daß ich es war«, sagte Malcolm.

«Hab ich gehört.«

«Von wem? Wer steckt dir so was?«

«Alle miteinander«, sagte ich.

«Die drei Hexen?«

Ich mußte lächeln. Er meinte seine drei lebenden Exgattinnen Vivien, Joyce und Alicia.



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