Die Menge seufzte, stieß kollektiv den Atem aus wie ein einziger Organismus. Es folgte das Rascheln von Katalogen, Bewegung, Gemurmel, wieder aufgedrehte Erwartung.

Malcolm sagte:»Das ist ein Publikumssport.«

«Macht süchtig«, bestätigte ich.

Er warf mir einen Seitenblick zu.»Ob eine Million… ob fünf Millionen… es gibt keine Gewähr, daß der Hengst jemals ein Rennen läuft, sagst du? Man wirft den Zaster womöglich zum Fenster raus?«

«Genau.«

«Das ist eine astreine Methode, auf die Schnelle viel Geld loszuwerden, meinst du nicht?«

«Tja…«:, sagte ich langsam.»Geht es dir darum?«

«Hast du etwas dagegen?«

«Es ist dein Geld. Du hast es verdient. Du gibst es aus.«

Er lächelte fast verstohlen in seinen Katalog und sagte:»Ich höre das Aber in deinem Tonfall.«»M-hm. Wenn du dich amüsieren willst, kauf zehn nicht ganz so tolle Pferde statt eines Superhengstes, und widme ihnen dein Interesse.«

«Wofür ich dann zehn Trainingsgebühren bezahlen müßte statt einer?«

Ich nickte.»Bei zehn gäbe es ein schönes Loch in der Kasse.«

Er lachte leise und sah zu, wie der Preis für den nächsten halbwüchsigen Blaublüter auf drei Millionen Guineen klomm, bevor Mr. Siddons den Kopf schüttelte.

«… verkauft für drei Millionen fünfzigtausend Guineen an Mrs. Terazzini…«

«Wer ist das?«fragte Malcolm.

«Sie besitzt ein weltweites Vollblutimperium.«

Er überlegte.»Wie Robert Sangster?«

«Stimmt. So ähnlich.«

Er gab einen Laut des Verstehens von sich.»Ein Wirtschaftszweig.«

«Ja.«

Der darauffolgende Posten, eine Stute, erzielte einen bescheideneren Preis, doch vor dem nächsten Angebot kehrte die gespannte Stille zurück. Malcolm, der jetzt ganz auf die Atmosphäre eingestimmt war, beobachtete wie üblich die Bieter, nicht den nervösen Fuchshengst.



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