
Eine halbe Stunde später sausten die zwei erschöpften Frauen zum Stall. Sie füllten Wassereimer auf, brachten Heu aus und riefen die drei Pferde Poptart, Tomahawk und Gin Fizz in ihre Boxen. Danach eilten sie in die Küche.
»Ich leg Holz nach, wenn du Kakao machst. Das kannst du besser als ich.«
»Bloß, weil du nicht die Geduld hast, die Milch warm zu machen. Du schüttest einfach heißes Wasser über das Kakaopulver. Mit Milch schmeckt's besser, auch wenn du das Fertigzeug nimmst, wo schon Milchpulver drin ist.«
»Ich mag Kakao.« Pewter hob den Kopf.
»Sie hat das Wort Milch gehört.« Harry stocherte im Feuer, dann legte sie ein trockenes Holzscheit auf die aufzüngelnden Flammen. Sobald es brannte, legte sie ein zweites Scheit parallel daneben, dann zwei Scheite quer obenauf.
»Ich hätte gern Milch.« Mrs. Murphy plazierte sich mitten auf den Küchentisch.
»Runter, Murph.« Harry ging auf die schöne Katze zu, die auf einen Stuhl hinuntersprang; ihr Kopf lugte über die Tischplatte.
»Da.« Susan goß für die zwei Katzen Milch in eine große Schüssel, dann holte sie für Tucker Hundeknochen aus der Keramik-Keksdose. Susan, die Tee Tucker gezüchtet hatte, liebte den Hund. Sie hatte ein Tier von dem Wurf behalten und wollte eines Tages wieder welche züchten.
»Hab ich dir erzählt, was Sam Mahanes heute gesagt hat? Das war ungefähr das einzig Interessante, was heute passiert ist.«
»Ich hab Mistpost weggeworfen, zusammen mit dem Popcorn, das in meinem Postfach lag. Das war das große Ereignis meines Tages«, erwiderte Susan.
»Ich hab's nicht reingetan.«
»Warum hast du's dann nicht rausgeräumt? Du hast doch das Postamt picobello sauber zu halten.«
»Weil, wer immer das Popcorn da reingelegt hat, wollte, daß du es kriegst.« Harry lächelte.
»Das reduziert die Missetäter auf meinen geschätzten Ehemann Ned, aber er ist nicht der Typ dafür. Danny, hm, hm, der ist mehr wie sein Vater. Es muß Brooks gewesen sein.« Sie sprach von ihrer Teenager-Tochter.
