
»Ich verrate nichts.«
»Brauchst du auch gar nicht; denn wenn ich nach Hause komme, wird sie darauf warten, daß ich was sage. Gebe ich nichts von mir, wird sie sagen:>Mom, war heute Post da?< Je länger ich schweige, desto verrückter macht es sie.« Susan lachte. Sie liebte ihre Kinder, und sie trieben sie zum Wahnsinn, wie es nur Heranwachsende können, trotzdem waren sie gute Kinder.
»Das Schwierige war, Mrs. Murphy und Pewter davon abzuhalten, mit dem Popcorn zu spielen.«
»Wie hast du das hingekriegt?«
Mrs. Murphy hob den Kopf von der Milchschüssel.»Katzenminze im Fach von Reverend Jones.«
Beide Frauen lachten, als die Katze sprach.
»Sie hat ihre eigenen Ansichten«, bemerkte Susan.
»Ich hab Katzenminze in Herbs Postfach gelegt.« Harry kicherte. »Wenn er nach Hause kommt und seine Post auf den Tisch legt, werden seine zwei Katzen sie zerfetzen.«
»Weißt du noch, wie Cazenovia die Hostien gefressen hat?« Susan brüllte vor Lachen, als sie sich daran erinnerte, wie Herbs frechste Katze einmal in den Kirchenschrank gelangte, den man unvorsichtigerweise offen gelassen hatte. »Und wie ich höre, lernt seine jüngere Katze Eloquenz von Cazenovia. Stell dir vor, du kniest an der Kommunionbank und kriegst eine Hostie mit Abdrücken von Fangzähnen gereicht.«
Harry lachte. »Der beste Gottesdienst, den ich je besucht habe. Aber das muß ich Herb lassen, er hat Brotrinde zerbröckelt und die Kommunion fortgesetzt.«
»Was war mit Sam Mahanes?«, fragte Susan. »Ich wollte nicht vom Thema abkommen. Das mach ich dauernd, dabei bin ich noch nicht mal alt. Kannst du dir vorstellen, wie ich mit achtzig sein werde?«
»Kann ich. Du wirst mal so 'ne liebenswürdige Alte, die in anderer Leute Küche geht und sich 'ne Tasse Tee macht.«
