
»Hm, dann bin ich wenigstens nicht langweilig. Exzentrik hat was für sich. Aber du wolltest mir erzählen, was Sam Mahanes heute im Postamt gesagt hat.«
»Ach ja. Miranda hat ihm erzählt, daß Bruce Buxton kopfüber aufs Eis gestürzt ist. Sam wurde puterrot und sagte:>Zu schade, daß er sich nicht das Genick gebrochen hat<, und dann ist er aus dem Postamt gestürmt.«
»Aha.« Susan stützte ihr Kinn in die Hand, während sie ihren Kakao umrührte. »Ich dachte, die zwei wären dicke Freunde.«
»Ja, obwohl mir unbegreiflich ist, wie jemand Bruce über längere Zeit ertragen kann.«
Susan zuckte mit den Achseln. »Ich nehme an, um ein guter Chirurg zu sein, braucht man ein dickes Ego.«
»Das braucht man als Posthalterin auch.«
»Um gut zu sein, egal wobei, braucht jeder ein gewisses Ego. Der Trick ist, es zu verstecken. Bruce mag ja exzellent sein in seinem Beruf, aber von Menschen versteht er nichts. Das habe ich an Fair immer bewundert. Er ist großartig in seinem Beruf, aber er läßt es nie raushängen.« Sie trank einen Schluck. »Und wie geht's deinem ExMann?«
»Gut. Jetzt ist Zuchtsaison, da werde ich ihn nicht oft zu sehen kriegen, bis die Stuten gedeckt sind. Und die im Vorjahr Gedeckten fohlen.« Fair war Experte für Pferdezucht, ein sehr gefragter Tierarzt.
»Ach Harry.« Empört schlug Susan mit ihrem Löffel auf Harrys Knöchel.
»Du hast gefragt, wie's ihm geht, nicht wie's mit uns läuft.«
»Gott, bist du spitzfindig.«
»Schon gut, schon gut. Bis jetzt haben wir unsere Mittwochabendverabredungen eingehalten. Wir amüsieren uns.«
Sie zuckte mit den Achseln. »Ich weiß nicht, ob der Blitz zweimal einschlagen kann.«
»Ich auch nicht.«
»Ich hab die Leute so satt, die uns wieder zusammenbringen wollen. Wir sind jetzt vier Jahre geschieden. Das erste Jahr war die Hölle...«
