
»Die Footballmannschaft.«
»Was?« Harry, die daran gewöhnt war, daß ihre alte Freundin abrupt das Thema wechselte - ihr selbst ging es oft nicht anders -, konnte ihr diesmal jedoch nicht folgen.
»Bestimmt ist Sam Mahanes deswegen wütend auf Bruce Buxton. Weil Bruce alle Footballspieler operiert. Und stand nicht gerade ein lobender Bericht über seine Arbeit in der Zeitung? Du weißt schon, der Junge, von dem alle denken, daß er es nächstes Jahr zum Spitzensportler bringt, wenn sein Knie wieder mitmacht. Und Isabelle Otey, Basketball-Star der Mädchen. Er kriegt alle Stars. Eifersucht?«
»Buxton hatte immer eine gute Presse. Zu Recht, nehme ich an. Man sollte doch meinen, als Direktor des Krankenhauses würde Sam sich freuen, wenn Bruce berühmt wird, oder?«, fragte Harry.
»Da ist was dran. Komisch, jede Stadt, groß oder klein, hat ihre abgeschlossenen kleinen Welten, wo Ego, Eifersucht, verbotene Liebe kollidieren. Sogar die Errettungsgesellschaft von Crozet kann eine stürmische Brutstätte sein. Guter Gott, die vielen alten Damen, und keine will der anderen eine fürchterliche Missetat von 1952 oder wann auch immer verzeihen.«
»Sex, Drogen und Rock 'ri Roll.« Mrs. Murphy kletterte auf den Stuhl, um sich an dem Küchengespräch zu beteiligen.
»Was ist, Miezekatze?« Harry streichelte das glatte Köpfchen.
»Menschen werden wegen Pikanterien - wütend auf andere.«
»Geld. Du hast Geld vergessen.« Tucker putzte den Fußboden, indem sie die Krümel ihres Hundeknochens aufleckte.
»Ein bißchen davon würde hier nicht schaden«, fand Pewter, die aus ihrem Bedürfnis nach Luxus keinen Hehl machte.
»Und?« Mrs. Murphy schob die Schnurrhaare auf einer Seite vor.
»Was, und?« Die rundliche graue Katze sprang auf den letzten freien Küchenstuhl.
