»Wirst du bei den Ausgrabungen dabeisein?« fragte Miranda.

»Wenn Kimball mich läßt. Wißt ihr, wie sie das machen? Sie sind äußerst genau, geradezu pingelig. Sie stecken Raster ab, sie fotogra­fieren alles, sie zeichnen es sogar auf Millimeterpapier - um sicher­zugehen. Dann durchforsten sie gewissenhaft Raster für Raster, und alles, absolut alles, was sich bergen läßt, das wird auch geborgen. Tonscherben, Gürtelschnallen, verrostete Nägel. Oh, ich kann's noch gar nicht glauben, daß ich dabeisein werde. Wißt ihr, das Leben ist damals besser gewesen als heute, davon bin ich überzeugt.«

»Ich auch«, tönten Harry und Miranda wie im Chor.

»Ha!« maunzte Mrs. Murphy.»Ist dir das schon mal aufgefallen? Immer, wenn die Menschen sich in die Geschichte zurückversetzen, bilden sie sich ein, damals wären sie reich und gesund gewesen. Die sollten mal rausfinden, wie das war, wenn man im achtzehnten Jahr­hundert Zahnschmerzen hatte.« Sie sah zu Tucker hinunter.»Na, ist das etwa kein vernünftiger Gedanke?«

»Manchmal bist du 'ne richtige Kratzbürste. Bloß weil ich gesagt habe, daß Jefferson Hunde lieber mochte als Katzen.«

»Aber das weißt du doch gar nicht.«

»So? Hast du irgendwelche Hinweise auf Katzen gelesen? Alles, was der Mann je geschrieben oder gesagt hat, kennt hier jeder aus­wendig. Da kommt kein Pieps über Katzen vor.«

»Du hältst dich wohl für überschlau. Hast du vielleicht zufällig ei­ne Liste von seinen Lieblingshunden?«

Tucker senkte verlegen den Kopf.»Hm, das nicht gerade - aber Thomas Jefferson hat Pferde geliebt, vor allem große Füchse.«

»Schön, das kannst du zu Hause Tomahawk und Gin Fizz erzählen. Sie werden sich vor Stolz nicht einkriegen können.« Mrs. Murphy sprach von Harrys Pferden, die sie sehr gern hatte. Sie behauptete steif und fest, daß Katzen und Pferde wesensverwandt seien.



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