
Caria grinste ihn anzüglich an. »Ach ja? Oder noch weiter unten befindliche Körperteile auf noch angenehmere Freuden? Und dabei tragt Ihr auch noch die Gunst des Vaters am Ärmel. Ihr solltet Euch schämen.«
Der Kaufmann erstarrte. »Ich habe nicht vor, in dieser Angelegenheit um die Gnade des Gottes zu beten. Und das hab ich auch nicht nötig, das kann ich Euch versichern, meine Beste.«
Der Geistliche des Bastards blickte von seiner Lektüre auf und sagte beschwichtigend: »Alle Teile unseres Leibes stehen unter dem Segen der Götter, vom Kopf bis zu den Zehen. Jeder findet seinen Gott, und auch jeder Körperteil.«
»Euer Gott ist ja bekannt dafür, nicht wählerisch zu sein«, bemerkte der Kaufmann, immer noch gekränkt.
»Wer einem Mitglied der Heiligen Familie Einlass in sein Herz gewährt, wird nicht abgewiesen. Nicht einmal, wenn er selbstgefällig ist.« Der Geistliche deutete über seinem Bauch hinweg eine kurze Verbeugung in Richtung des Kaufmannes an.
Caria konnte ein fröhliches Auflachen nicht zurückhalten. Der Kaufmann schnaubte entrüstet, sparte sich aber weitere Kommentare, während der Geistliche sich wieder seinem Buch zuwandte.
»Ich mag den dicken Burschen«, flüsterte Caria Ista zu. »Er redet nicht viel, aber wenn er etwas sagt, trifft es den Nagel auf den Kopf. Solche Buchmenschen sind eigentlich nicht so mein Fall, aber der da ist ganz in Ordnung. Obwohl ich der Meinung bin, dass ein Mann sich eine Frau suchen, Kinder zeugen und eine Arbeit tun soll, mit der er seine Familie ernähren kann, anstatt hinter den Göttern herzulaufen. Aber ich muss gestehen, mein zweiter Ehemann hat es auch nicht getan — gearbeitet, meine ich.
