
Ista lehnte sich zurück, und ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen.
»Ich muss mir Gedanken über einen geeigneten Namen machen«, sagte sie schließlich. »Weder dy Chalion noch dy Baocia kommen in Frage. Beide sind ein wenig zu auffällig.« Dy Hueltar? Ista erschauerte. Nein. Im Geiste ging sie eine Liste weitläufiger Verwandter der Herzöge von Baocia durch. »Dy Ajelo würde passen.« Sie hatte kaum jemals ein Mitglied der Familie Ajelo gesehen, und diese hatte auch niemals eine Zofe Itas gestellt. Sie hegte keinen Groll gegen diesen Namen. »Doch ich werde weiterhin als Ista auftreten. Der Name ist nicht so ungewöhnlich, dass er Aufsehen erregen würde.«
Der Geistliche räusperte sich. »Wir werden uns heute Abend noch zusammensetzen müssen. Ich weiß nicht, welche Strecke ich für Euch auswählen soll. Eine Pilgerfahrt sollte einem spirituellen Reiseweg folgen, dessen Stationen aber nicht der Bequemlichkeit und Schnelligkeit der Reise im Wege stehen sollten.«
Ista hatte sich bisher weder über das eine noch über das andere Gedanken gemacht. Und wenn das nicht geschah, würde man ihr einen Reiseweg aufzwingen. Vorsichtig fragte sie: »Wohin führt Ihr die Pilger normalerweise, dy Cabon?«
»Nun, das hängt sehr vom Anlass der Fahrt ab.«
»Ich habe Karten in meinen Satteltaschen, die vielleicht die eine oder andere Eingebung bringen könnten. Ich hole sie, wenn Ihr wünscht«, bot Ferda an.
»Ja«, erwiderte der Geistliche dankbar. »Das wäre überaus hilfreich.«
Ferda eilte aus dem Speisesaal. Draußen neigte sich der Tag seinem Ende entgegen, und die Dienstboten gingen lautlos in der Halle umher und entzündeten die Wandleuchter. Foix stützte sich bequem mit den Ellbogen auf dem Tisch ab, lächelte Liss liebenswürdig zu und fand noch Platz für ein weiteres Stück Honig-Nuss-Kuchen, während er auf die Rückkehr seines Bruders wartete.
