»Wie lange wirst du fortbleiben?« fragte sie.

»Bis der Queen's Head uns wieder aufnehmen kann.«

»Der Tag kann noch Monate entfernt liegen.«

»Mindestens bis Michaeli.«

»Das wird mir wie eine Ewigkeit vorkommen.«

»Mein altes Herz versinkt in Trauer, wenn ich nur daran denke.«

»Ich werde dich schrecklich vermissen, Lawrence.«

Firethorn betrachtete seine Frau, die neben ihm im Bett lag, und er erblickte die wollüstige junge Frau, die er vor all diesen Jahren umworben hatte. Die Zeit hatte tiefe Linien in ihr Gesicht gegraben, die Geburten waren unsanft mit ihrem Körper umgegangen, doch auf ihre Art war sie eine erstaunliche Person mit runden Formen, die wie in alten Zeiten locken und erregen konnten. Firethorn hatte die Liebe von einfachen Dienstmädchen entflammt und die Lüsternheit höfischer Schönheiten erregt, wenn er sich kopfüber in seine ehebrecherischen Abenteuer stürzte, doch er war immer wieder zu den reiferen Reizen seiner Frau zurückgekehrt und fragte sich in diesem seltenen Moment der Gewissensbisse, wie er sie eigentlich jemals hatte verlassen können.

Margery gab ihm Freuden, die über bloße Befriedigung hinausgingen; das war etwas, das es zu bewahren galt. Als sie jetzt in einer Haltung vollständiger Offenheit neben ihm lag, war sie so unwiderstehlich wie in ihrer Hochzeitsnacht, in der sie die Bettfedern bis zur Morgendämmerung in Bewegung gebracht hatten. Die Strahlen des Mondes, die durch das Fenster fielen, malten jetzt ein noch schöneres Bild von ihr.

Lawrence Firethorn zog sie an sich.

»Komm näher, meine Liebe. Wir brauchen einander.«



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