»Einen Moment, Sir«, sagte Margery, die die praktischen Dinge vorher erledigt haben wollte. »Wovon soll ich leben, wenn mein Ehemann abwesend ist?« 

»So tugendhaft, als ob er zu Hause wäre.«

»Ich sprach von Haushaltsgeld, Lawrence.«

»Ich werde für dich sorgen, mein Engel.«

»Wie denn?« drängte sie.

»Der Haushalt wird viel kleiner sein, wenn ich weg bin«, sagte er. »Ich nehme die Untermieter, Lehrlinge und so weiter mit mir. Dann bist du mit den Kindern und den Dienstboten allein.«

»Kinder und Dienstboten müssen essen, Sir.«

»Das werden sie auch. Jeden Tag, regelmäßig.«

»Also werde ich Geld bekommen?«

»Aber natürlich, Margery«, sagte er und streichelte ihre Schenkel im Vorgriff auf die gemeinsamen Freuden. »Ich gebe dir alles, was ich geben kann. Dessen kannst du sicher sein.«

»Und was ist, wenn das nicht reicht?«

»Sei sparsam, Frau, und alles wird gut sein.«

»Selbst Sparsamkeit hat ihren Preis.«

»Mach dir keine Sorgen, meine Süße.«

»Dann gib mir Sicherheit.«

»Das werde ich, das werde ich«, sagte er und ließ seine Hand zu ihrer vollen Brust wandern. »Während ich weg bin, werde ich dir Geld schicken. Und wenn das nicht reicht, nun, dann mußt du sonstwie Geld herbeischaffen.«

»Zeigt mir, wie ich das machen soll, Sir.«

»Verkauft meinen zweitbesten Mantel.«

Margery war gerührt. Sie wußte genau, wieviel ihm seine feinen Kleider bedeuteten, und daß er sich lieber einen Finger abhacken lassen würde, als sich davon zu trennen. Der Mantel, ein großartiges Kleidungsstück, war mit gelber, grüner, blauer und roter Seide verziert und mit Steifleinen gefüttert - ein Geschenk von Lord Westfield persönlich und dem Mantel irgendeines Adeligen durchaus ebenbürtig.

»Sprecht Ihr die Wahrheit, Lawrence? Darf ich den verkaufen?«

»Nur, wenn es aus Not geschieht.«



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