»Habt Ihr das Master Firethorn gesagt?«

»Immer wieder.«

»Und mit welchem Ergebnis?«

»Er tendierte zu Christopher.«

»Dann war Ihr Spiel verloren.«

»Nicht ganz, Anne. Ich brachte ihm etwas in Erinnerung, das ihn veranlaßte, nochmals über die Sache nachzudenken.«

»Was denn?«

»Daß Christopher vielleicht den sprühenderen Charme hat, dafür aber auch die größere Eigensucht. Falls irgend jemand an Master Firethorns Glanz rühren könnte, dann würde es nicht Gabriel Hawkes sein. Der ist der sichere Mann.«

»Ein kluger Schachzug«, sagte Anne lächelnd. »Ich verstehe schon, wie das bei Master Firethorn wirkte. So steht die Sache also? Wird Christopher Millfield die Gruppe verlassen?«

»Nicht ohne Verbitterung«, sagte Nicholas. »Als ich ihm die Entscheidung mitteilte, war er absolut perplex und stieß finstere Drohungen aus. Er hat es als gewaltige Beleidigung aufgefaßt. Das könnte noch Probleme hervorrufen. Es macht keinen Spaß, der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein.«

»Aber für einige hattet Ihr ja auch gute Nachrichten.«

»Allerdings. Ich habe Trauer und Freude gleichzeitig gebracht.«

»War Gabriel Hawkes überwältigt?«

»Ich habe ihn noch nicht persönlich gesehen, Anne. In den beiden letzten Tagen ist er krank gewesen. Aber ich habe ihm die Nachricht zukommen lassen. Er weiß von seinem Glück.«

»Das wird ihn aus dem Krankenbett herausholen.«

»Hoffentlich.«

»Das klingt aber nicht besonders sicher.«

»Doch, doch«, sagte Nicholas und schüttelte die Befürchtungen von sich. »Gabriel ist die vernünftigere Wahl, das wird er auf unserer Reise beweisen. Es gibt niemand in der ganzen Gruppe, den ich ihm vorziehen würde. Ich gehe ihn morgen besuchen und erkläre ihm das.«

»Wieso habt Ihr eine so gute Meinung von ihm?«

»Das ist ja gerade das Merkwürdige an der Geschichte. Ich weiß es nicht.«



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