
Der junge Mann zeigte keine Regung, er betrachtete all das mit einer Art desinteressiertem Vergnügen. Der Gerechtigkeit wurde ohne Verzug zu ihrem Recht verholfen. Der Gefangene wurde auf die Plattform gehoben, wo ihm sein Urteil vorgelesen wurde. Dann bot man ihm den kurzen, tröstenden Besuch eines Priesters an, der seine Seele auf das vorbereiten sollte, was ihm bevorstand. Als er das ablehnte, wurde er dem Henker und seinem Gehilfen übergeben, vermummten Ungeheuern mit muskulösen Armen und der Fähigkeit, den Tod hinauszuzögern. Sie wußten, was sie zu tun hatten, und machten sich zügig an die Arbeit. Der Gefangene fing an, etwas in lateinischer Sprache zu rezitieren, doch seine Stimme ging im Gejohle des Mobs unter. Seine Lippen bewegten sich schwach, als man ihm die Schlinge um den Hals legte.
Der Strick wurde fest angezogen und überprüft, dann wurde der Hebel betätigt, der die Falltür öffnete und ihn einen ersten Blick in die Hölle werfen ließ. Sein Körper versteifte sich, als der Ruck ihn durchfuhr, dann zuckten seine Beine und Schultern, sein Mund öffnete sich, sein Gesicht wurde dunkelrot, und jede Ader und Sehne schien durch die Haut bersten zu wollen. Es war ein gräßlicher und widerlicher Anblick, doch den Zuschauern gefiel die Vorstellung, sie lachten, schrien und winkten dem Opfer mit sadistischer Fröhlichkeit und steigerten sich in eine bösartige Hysterie. Und in diesem Taumel vergaßen sie die Probleme ihres eigenen Lebens, während sie heiteren Sinnes der Hinrichtung zusahen.
Der Körper zuckte lange Zeit und schwang hin und her, bevor die Henker Zugriffen. Das Opfer schien sein Leben ausgehaucht zu haben, seine Augen waren geschlossen, sein Mund geöffnet, der Hals halb gebrochen.
