
»Und was ist mit mir?« winselte Marwood.
»Ihr habt ja schon Eure eigene Aufgabe, guter Herr.«
»Nennt sie mir.«
»Schlechtes Bier für gutes Geld zu verkaufen.«
Allgemeines Gelächter erfüllte den Raum. Jetzt, da sie das Gasthaus verließen, konnten sie es sich leisten, den übellaunigen Wirt zu verspotten. Er war kein beliebter Mann. Neben der heftigen Abneigung gegen die Schauspieler hatte er noch einen weiteren unangenehmen Fehler. Er bewachte die Keuschheit seiner halbwüchsigen Tochter entschieden zu streng.
»Unsere Abreise von hier ist nicht ohne Trauer«, sagte Firethorn. »Wir sind im Queen's Head lange Zeit willkommene Gäste gewesen, Master Marwood gebührt unser Dank für seine unbegrenzte Gastfreundschaft.«
Unterdrücktes Gelächter. Eines Tages würden sie wieder zurückkommen.
»Nur, wenn wir etwas hinter uns lassen, erkennen wir seinen wahren Wert. Das gilt auch für unser schönes Theater hier.« Firethorn umfaßte das ganze Gasthaus mit seiner Geste. »Wir werden es wegen seiner Wärme, seiner Magie und seiner vielen Erinnerungen vermissen. Aber gleichzeitig, Master Marwood, denke ich, daß Ihr Westfield's Men vermissen werdet, und hoffe, daß Ihr ein geisterhaftes Echo unserer Arbeit vernehmt, die wir hier geleistet haben, jedesmal, wenn Ihr über Euren Hof geht.«
Lawrence Firethorn schaffte das Unmögliche. Er schaffte es tatsächlich, dem Auge des Gastwirtes eine Träne zu entlocken. Jetzt wurde es Zeit, seine Gruppe aufzumuntern.
»Gentlemen«, fuhr er fort, »wenn wir London verlassen, dann verlassen wir es als Botschafter. Wir nehmen unsere Kunst mit uns auf die Landstraßen und Nebenstraßen Englands, und zwar unter dem Banner Lord Westfields. Sein Name ist unsere Ehrenspange, wir dürfen nicht zulassen, daß sie beschmutzt wird.« Firethorn deutete auf eine imaginäre Landkarte vor sich. »Wir reiten nach Norden, Sirs. Wir werden unterwegs viele Orte besuchen, doch unser wirkliches Ziel ist York. Dort haben wir im Auftrage unseres Schirmherrn eine besondere Aufgabe. York ruft uns.«
