Angewidert wandte Barnaby all dem den Rücken zu; George Dart beobachtete alles mit einer Mischung aus Neid und Bedauern. Zu ihm kam kein Liebchen, um ihm den Abschied zu versüßen, kein Schatz hängte sich ihm um den Hals. Das war so gemein. Christopher Millfield lachte und scherzte mit fünf jungen Frauen, jede einzelne eindeutig total in ihn vernarrt. Vielleicht besaß George Dart nicht die gleiche Größe, Eleganz oder das gute Aussehen Millfields, doch auf seine eigene Art war er durchaus eine selbständige Persönlichkeit.

Wieso waren die fünf Frauen von seiner großspurigen Selbstsicherheit so fasziniert?

Konnte nicht eine davon für ihn bestimmt sein?

Nicholas Bracewell stand mit Anne Hendrik etwas abseits vom allgemeinen Trubel. Ihr Abschied verlief etwas zurückhaltender und formeller, nachdem sie den wahren Abschied bereits in der vergangenen Nacht in der privaten Atmosphäre ihres Schlafzimmers zelebriert hatten. Sie war ganz einfach nur gekommen, um ihm zuzuwinken, bevor sie sich auf ihre eigene Reise begab. Nicholas war gerührt.

»Damit hatte ich nicht gerechnet, Anne.«

»Beschäme ich Euch vor Euren Kollegen?«

»Von denen beneidet mich jeder einzelne.«

»Ihr schmeichelt mir, Nicholas. Hier sind heute jüngere und hübschere Frauen.«

»Ich hab' noch keine gesehen.«

Sie berührte zärtlich seinen Arm. Die Geste war sehr innig. Nicholas war kein extrovertierter Mann und liebte es nicht, Gefühle öffentlich zur Schau zu stellen; das Ausmaß seiner Gefühle bewahrte er sich für privatere Augenblicke auf. Anne respektierte das. Sie hatte ihn ganz einfach noch einmal sehen wollen, bevor ihre Wege sich trennten.

»Wann reist Ihr ab?« fragte er.   

»Gegen Mittag.«     

»Seid besonders vorsichtig.«

»Macht Euch um mich keine Sorgen.«



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