
Das Gasthaus »The Trip to Jerusalem« war ein langes, niedriges Fachwerkgebäude, das sich mit den unmöglichsten Verwinkelungen ausdehnte. Es stammte aus dem 12. Jahrhundert und soll ein Rastplatz für Soldaten gewesen sein, die im Jahre 1189 nach Süden ritten, um sich dem Kreuzzug anzuschließen. Damals war es das Brauhaus des Schlosses und gab sich aus einem gewissen Gefühl fürs Geistliche den Namen »Pilgrim«. Unter der Leitung von Sir Clarence Marmion hatte es seinen vollen Namen bekommen, obwohl die Stammgäste es normalerweise und durchaus prägnant mit »Jerusalem« bezeichneten.
Sir Clarence zog den Kopf unter dem niedrigen Türbalken ein, ging durch den Flur und betrat den Schankraum. Eine Wolke aus Bier- und Tabaksdunst schlug ihm entgegen. Als er sich zu voller Höhe aufrichtete, berührte sein Kopf beinahe die unebene Zimmerdecke.
Der Gastwirt reagierte sofort auf sein Erscheinen, hastete hinter dem Schank hervor, wischte sich die Hände an seiner Schürze ab und nickte unterwürfig.
»Einen guten Tag wünsche ich, Sir Clarence!«
»Euch auch, Sir.«
»Willkommen im ›Jerusalem‹.«
»Wenn das doch nur wahr wäre!« erwiderte der andere temperamentvoll.
»Euer Zimmer ist bereits fertig, Sir Clarence.«
»Ich ziehe mich gleich dorthin zurück.«
»Läutet die Glocke, wenn Ihr einen Wunsch habt.«
»Wir dürfen unter keinen Umständen gestört werden.«
»Natürlich nicht, Sir Clarence«, sagte der Hauswirt und verbeugte sich kriecherisch. »Ich verspreche Euch, niemand wird auch nur in die Nähe Eures Zimmers kommen. Überlaßt das nur mir.«
