Als er an Bord kam, rief er die Mannschaft zusammen.

»Fangt an, die Ladung an Deck zu schaffen. Ich habe das Zeug verkauft. Die Boote mit den Eingeborenen werden bald kommen, um die Barren und Säcke an Land zu bringen. Beeilt euch, companeros, wir laufen vielleicht abends schon wieder aus. Eine tolle Jagd steht uns bevor.« Die ehemaligen Piraten riefen ole und machten sich an die Arbeit. Einer rief froh: »Gott sei Dank, daß der verdammte Pfeffer vom Schiff kommt! Ich habe ihn in der Nase, in den Augen und in den Nähten meines Hemdes.«

Virgen lachte. »Du mußt dein Hemd und dich selbst öfter waschen, Juan.« Die Trägheit der Mannschaft war mit einem Schlag wie weggeblasen. Alles wimmelte durcheinander. Aber dieses Durcheinander hatte Sinn und Zweck und förderte die Waren aus den Laderäumen zutage. Virgen ging in Marinas Kabine.

»Senorita«, sagte er, »ich habe eine Neuigkeit, die Euch sicher interessieren wird.« Marina winkte ab.

»Mich interessiert gar nichts. Lassen wir es dabei, daß Ihr der Kapitän seid.« »Aber so hört doch erst. Gestern war die »Mapeika« hier.«

»Die »Mapeika«? Was soll das heißen? Die anderen Schiffe müßten doch längst viel weiter nördlich sein.«

»Das ist noch nicht alles. Die »Mapeika« hat ihre Waren verkauft und zwar zu Schleuderpreisen. Und wißt Ihr, wer der Kapitän der »Mapeika« ist?«

»Haltet Ihr mich für irre, daß Ihr mir eine solche Frage stellt. Ich kann schon noch klar denken. Was ist mit dem alten Porquez?«

»Das möchte ich auch wissen. Zumindest ist er nicht mehr Kapitän. Das Schiff wurde von Mustapha befehligt und war auch mit dessen Leuten bemannt.«

Marina schüttelte den Rest ihrer Gleichgültigkeit ab und sprang auf.

»Weiter, weiter! Was wißt Ihr noch darüber?«



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