
»Inlandsredaktion. LaSalle. Gute Nachrichten. Es gibt jetzt doch direkte Bilder von DFW Airport. In der Abfertigungshalle sind Partridge, Abrams und Van Canh, die dort auf ihre Anschlußflüge gewartet haben. Abrams hat sich eben im Büro in Dallas gemeldet: Sie haben die Story und bleiben dran. Und noch besser: Ein Satelliten-Übertragungswagen hat seinen ursprünglichen Einsatzort verlassen und ist auf dem Weg zum Flughafen, wo er in Kürze eintreffen wird. Ein Satellitenkanal für die Überspielung von Dallas nach New York ist gebucht. Wir erwarten Bilder noch rechtzeitig für die Erstausgabe.«
Obwohl LaSalle versucht hatte, gelassen zu klingen, konnte er die Befriedigung in seiner Stimme nicht ganz unterdrücken. Und wie als Antwort drang vom Hufeisen gedämpfter Jubel zu ihm herunter. Crawford Sloane, im Studio, drehte sich um und zeigte LaSalle fröhlich den hochgestreckten Daumen.
Ein Assistent legte LaSalle ein Papier vor, er überflog es kurz und sprach dann weiter: »Ein erster Bericht von Abrams: An Bord des havarierten Airbus sind 286 Passagiere, 11 Besatzungsmitglieder. Das zweite Flugzeug, eine private Piper Cheyenne, ist in Gainesville abgestürzt, keine Überlebenden. Am Boden gibt es weitere Opfer, Angaben über Anzahl und Schwere der Verletzungen liegen noch nicht vor. Dem Airbus wurde ein Triebwerk abgerissen, Pilot versucht, mit dem verbleibenden zu landen. Nach Angaben der Bodenkontrolle entstand das Feuer an der Stelle, wo das Triebwerk abgerissen wurde. Ende der Meldung.«
Was da in den letzten Minuten von Dallas reingekommen ist, dachte LaSalle, war total professionell. Aber das war auch nicht verwunderlich, denn Abrams, Partridge und Van Canh waren eines der Spitzenteams von CBA News.
