
Es war inzwischen eine Minute nach halb, die Erstausgabe der National Evening News hatte begonnen. Mit einem Regler neben seinem Schreibtisch drehte LaSalle die Lautstärke des von der Decke hängenden Kontrollschirms hoch und hörte, wie Crawford Sloane seine Tell-story über die Flugzeugkollision verlas. Man sah, wie eine Hand - die eines Texters - ihm ein Blatt Papier zuschob. Es war offensichtlich der zusätzliche Bericht, den LaSalle eben verlesen hatte. Sloane überflog ihn nur kurz und fügte ihn dann aus dem Stegreif in seinen vorbereiteten Text ein. So etwas konnte er ausgezeichnet.
Oben am Hufeisen hatte sich die Stimmung seit LaSalles Durchsage gebessert. Trotz des noch immer herrschenden Drucks und der Zeitnot lag ein fröhlicher Optimismus in der Luft, weil man wußte, daß Dallas in guten Händen war und Bilder sowie ein ausführlicher Bericht eintreffen würden. Chuck Insen und die anderen kauerten vor den Monitoren, sie diskutierten und trafen Entscheidungen, sie schnitten, stellten um und kürzten, um die notwendige Zeit herauszuschinden. Es sah so aus, als würde der Bericht über den korrupten Senator nun doch herausfallen. Man spürte, daß jeder das tat, was alle am besten konnten, nämlich unter Zeitdruck und in kritischen Situationen effektiv arbeiten.
