Auf der Stelle zuckten Dreel zur Öffnung, den Haargefäßen von Hand und Daumenkante, und warteten dort auf den Kontakt. Es war genug Zeit geblieben; ein vollständiger Trupp von zehntausend Gedächtniseinheiten stand bereit.

Har Bateen streckte den Daumen eifrig nach der Schnittwunde am Rücken des Mannes aus, derart von Zuversicht erfüllt, daß er nicht mehr auf den nur wenige Meter entfernt sitzenden Drachen achtete.

»Halt! Keine Bewegung!«zischte links von ihm eine Stimme, unglaublich tief und grollend, als spreche ein Riese durch ein langes Rohr. »Weg mit der Waffe und zurück!«

Bateen war so entgeistert, daß er tatsächlich keine Bewegung machte und nur seine Augen seitwärts zuckten.

Die Riesenechse stand vor ihm, starrte ihn mit den glühenden, scharlachroten Augen an, und in der Hand hielt sie eine Fuka-Maschinenpistole aus fast völlig durchsichtigem Material, deren rotes Energiezentrum gleißte. Eine Waffe, eingestellt auf den jeweiligen Träger; eine Waffe, die nur eine Behörde besaß.

»Marquoz, Kom-Polizei«, sagte der Drache überflüssigerweise. »Die Waffe fallen lassen und wegtreten, sagte ich!«

»Aber… aber das geht doch nicht — du bist kein Mensch«, protestierte der Dreel. Von solchen Dingen wußte die Kolonie nichts!

»Du auch nicht, Kerl«, erwiderte der Drache. »Das ist der einzig mildernde Umstand bei dir.«

Hodukai, ein Planet an der Grenze

Sie füllten den Tempel. Ein gutes Zeichen, dachte Mutter Sukra, als sie hinter dem Podiumsvorhang hervorblickte. Die Akoluthen hatten das Wort auf wundersame Weise verbreitet. Die meisten befanden sich, wie sie sah, zum erstenmal hier. Zögernd, nervös, unsicher, aber neugierig. Das war zu erwarten. Die Gemeinde des Heiligen Schachtes war hier noch immer neu und zog vor allem die Jungen an, stets die am leichtesten zu Beeindruckenden, die Armen, die Hungernden, die Verlierer. Die Heilige Priesterin würde das auch wissen und sich über die Neulinge und die nachgewiesene Tüchtigkeit von Mutter Sukras Organisation nach nur wenigen Monaten freuen.



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