
Har Bateen, der Zeit totzuschlagen hatte, bemerkte eine kleine Menschenmenge um zwei Wesen, von denen nur eines ›menschlich‹ war.
Der Mann war hochgewachsen und mager und sah aus, als hätte er ein reichlich hartes Leben hinter sich; ausgebeulte Hose und ausgetretene Schuhe, eine zerfetzte Weste über einer mageren, behaarten, nackten Brust; ein langes, fast dreieckiges Gesicht, das seit einer Woche nicht rasiert worden war. Das dichte, schwarze Haar trug er beinahe turbanartig zusammengewickelt in einem groben Halstuch.
Ein echter Zigeuner, stellte Har Bateen erstaunt fest. In den ersten Erkundungsberichten war die Rede davon gewesen, daß es eine solche Gruppe gäbe, aber niemand hatte je ein Mitglied gesehen. Nicht einmal jemand von den Leuten, die sich jetzt um ihn versammelten, dachte Bateen.
Als Bateen näher herantrat, zog der Zigeuner eine seltsame Rohrflöte aus der Tasche und begann, eine merkwürdige, beinahe hypnotische Melodie zu spielen, zu welcher sein Begleiter zu tanzen anfing.
Der Begleiter war wahrhaft fremdartig — etwa halb so groß wie der Mann, gewiß nicht größer als ein Meter — mit schimmernden, blaugrünen Schuppen an einem Reptilkörper. Zwei dicke Beine mit langen, gefährlichen Krallen trugen den Rumpf. Er stand aufrecht, obschon ein wenig vorgebeugt, und besaß zwei lange, spindeldürre Arme mit winzigen Klauenhänden. Das Gesicht war ebenfalls echsenartig, auch wenn es nichts von der Starrheit eines Reptilkopfes aufwies; es war, als besäße eine Rieseneidechse die Muskelbeweglichkeit eines Menschengesichts.
Am wenigsten schien dazu zu passen, daß es die gleiche ausgebeulte Kleidung trug wie der Zigeuner, wenn auch natürlich ohne Schuhe — es gab keinen Schuh, der für diese eigenartigen, übergroßen Füße taugte. Das Wesen war so agil wie ein Affe, und es tanzte wild zur klagenden Melodie der Flöte, schneller, immer schneller, als das Tempo zunahm, wobei der lange Schwanz beinahe als drittes Bein diente.
