Das war aber erst der Anfang; das Wesen bewegte sich so schnell, daß das Sonnenlicht von Zehntausenden Schuppen zurückgespiegelt wurde, als funkelten ebenso viele Bergkristalle; die Wirkung war gleißend und verstärkte die hypnotische Macht der fremden Musik.

Die Echse bildete mit dem Mund ein Oval, ein unfaßbarer Anblick auf einem Schlangengesicht dieser Art, und man hörte irgendwo im Inneren die große Luftmasse grollen. Dann wurde sie zischend ausgestoßen, und die Zuschauer hielten den Atem an. Feuer! Er spie Feuer und formte Muster damit! Kreise, Wirbel, seltsame und vertraute Formen tauchten in Sekundenbruchteilen auf und verschwanden wieder, während die Echse weitertanzte, ein funkelndes, undeutliches Schemen.

Der Zigeuner spielte weiter, aber die stahlgrauen Augen blickten nicht auf seinen Echsenbegleiter, sondern auf die Menge und betrachteten eine Person nach der anderen. Studierten, analysierten.

Selbst die Dreel, getarnt in Körper und Geist von Har Bateen, waren gebannt. Das lag außerhalb ihrer Erfahrung, und sie nahmen zusammen mit den anderen die fremde Anmut und Schönheit in sich auf.

Und dann war es plötzlich vorbei, ohne Ankündigung. Der letzte Ton und die letzten flammenden Funken vergingen in der heißen, trockenen Luft, und nur die Erinnerung an die unvergeßliche, fremdartige Darbietung blieb.

Die Menge stand gebannt und betäubt. Niemand sagte ein Wort oder bewegte sich, bis plötzlich ein Zuschauer, dann mehrere aus ihrer Versunkenheit emporfuhren und klatschten. Der Applaus steigerte sich zu einem Krescendo von Jubelrufen und beifälligen Pfiffen, vermischt mit Händeklatschen.

Der Zigeuner verbeugte sich ein wenig, und sogar das Echsenwesen schien der Reihe nach allen Zuschauern zuzunicken. Der fremdartige Mann steckte seine Flöte ein und wartete auf das Ende des Beifalls. Schließlich sagte er in klarer, aber seltsamer Aussprache seiner tiefen Tenorstimme:»Bürger, wir danken euch, mein Freund ebenso wie ich.«



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