
»Noch einmal!«schrie jemand, während andere nickten und miteinander murmelten. »Ja, mehr! Mehr!«riefen einige in das Getöse hinein.
Der Zigeuner lächelte.
»Danke, meine Freunde, wir würden das mit Freuden tun — aber wir müssen essen, und mein Freund hier hat einen größeren Appetit als ich. Irgendein Zeichen der Dankbarkeit — Marquoz! — wäre höchst erfreulich.«
Bei dem Namen ›Marquoz‹ schnaubte der kleine Drache, blickte zu dem Mann auf und schien zu lächeln — ein groteskes Lächeln, das die gefährlichsten Zähne freilegte, die irgend jemand aus der Menge je gesehen hatte —, griff nach einem Beutel und näherte sich langsam der Menge. Die Leute wichen nervös zurück.
Der Zigeuner lachte.
»Fürchtet Marquoz nicht, meine Freunde! Er frißt euch nicht. Er wünscht nur, was ich wünsche, Geld, damit wir wieder zivilisiertes Essen kaufen können. Nur eine Münze in einen kleinen Beutel, brave Bürger, eine Münze, und vielleicht bekommen wir zu essen und ihr noch einen Tanz zu sehen, ja?«
Die Mutigeren in der Menge blieben stehen, und als die Echse zu ihnen trat und den Beutel hinhielt, warfen sie ein, zwei Münzen hinein. Daraus wurde kurz danach eine Flut, die schnell den Beutel füllte.
»Genug! Ihr seid zu gütig!«rief der Zigeuner. »Marquoz?«
Die Echse schnaubte und erschreckte die Leute in ihrer nächsten Nähe, weil dabei zwei weiße Rauchwolken aus ihren Nüstern blafften. Dann drehte sie sich um und brachte den Beutel zu dem Zigeuner zurück. Ersterer war schwer geworden, und der Mann war mager, aber auf irgendeine Weise schien der Beutel samt Inhalt in eine verborgene, unerkennbare Stelle an ihm zu verschwinden. Er lächelte, verbeugte sich noch einmal und zog wieder die Flöte heraus.
Die zweite Vorführung glich der ersten und war doch ein völlig anderer Tanz mit völlig andersartigen Bewegungen und fremdartigen, wilden Figuren zu einer anderen, nicht weniger fremdartigen und exotischen Melodie.
