»Sehr erfreut, dich kennenzulernen.«

»Ganz meinerseits«, erwiderte Tucker.

»Kann ich etwas für Sie tun?« fragte Harry, während die an­deren sich erwartungsvoll vorbeugten.

»Ja. Ich hätte gern ein Postfach, wenn eins frei ist.«

»Ich hab einige. Möchten Sie lieber eine gerade Zahl oder ei­ne ungerade?« Harry lächelte. Sie konnte bezaubernd sein, wenn sie lächelte. Sie gehörte zu den Frauen, die hübsch waren, ohne daß sie viel dafür tun mußten. Man bekam, was man sah.

»Gerade.«

»Wie wär's mit vierundvierzig? Oder mit dreizehn - ich hätte fast vergessen, daß die Dreizehn noch frei ist.«

»Nehmen Sie bloß nicht die Dreizehn.« Miranda schüttelte den Kopf. »Bringt Unglück.«

»Dann vierundvierzig.«

»Vierunddreißig fünfundneunzig bitte.« Harry füllte den Post­fachschein aus und stempelte ihn mit dunkelroter Farbe.

Blair händigte ihr einen Scheck aus und sie ihm den Schlüssel.

»Gibt es auch eine Mrs. Bainbridge?« fragte Mrs. Hogendob­ber unverblümt. »Der Name kommt mir so bekannt vor.«

Market verdrehte die Augen gen Himmel.

»Nein, ich hatte noch nicht das Glück, die richtige Frau zu finden, mit der...«

»Harry ist ledig, müssen Sie wissen. Geschieden, besser ge­sagt.« Mrs. Hogendobber nickte zu Harry hinüber.

In diesem Augenblick hätten ihr Harry und Susan am liebsten die Kehle aufgeschlitzt.

»Mrs. Hogendobber, Mr. Bainbridge muß bei seinem ersten Besuch im Postamt wirklich nicht gleich meinen ganzen Le­benslauf zu hören bekommen.«

»Bei meinem nächsten Besuch werden Sie ihn mir vielleicht selbst erzählen.« Er schob den Schlüssel in die Tasche, lächelte und ging. Er stieg in einen kohlschwarzen Ford F 350 Kombi­Transporter. Mr. Bainbridge schien einiges darin abschleppen zu wollen.

»Miranda, wie konnten Sie?« rief Susan aus.

»Wie konnte ich was?«



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