Auf der anderen Seite des Schalters stand der bestaussehende Mann, den Mrs. Hogendobber seit Clark Gable gesichtet hatte. Susan und Harry hätten vielleicht ein jüngeres Männlichkeits­idol erkoren, aber welchen Jahrgang man auch zum Vergleich heranzog, dieser Typ war phänomenal. Sanfte, haselnußbraune Augen erstrahlten in einem markanten Gesicht, das rauh war und doch empfindsam, und sein lockiges braunes Haar war perfekt geschnitten. Seine Hände waren kräftig. Ja, er vermittel­te insgesamt einen Eindruck von Kraft und Stärke. Über gutsit­zenden Jeans trug er einen wassermelonengrünen Pullover, aus dessen hochgeschobenen Ärmeln sonnengebräunte, muskulöse Unterarme hervorsahen.

Einen Moment lang sagte niemand ein Wort. Aber schnell durchbrach Miranda die Stille. »Miranda Hogendobber.« Sie streckte die Hand aus.

»Blair Bainbridge. Aber bitte, nennen Sie mich Blair.«

Miranda hatte jetzt Oberwasser und konnte die anderen vor­stellen. »Das ist unsere Posthalterin Mary Minor Haristeen. Susan Tucker, Ehefrau von Ned Tucker, einem sehr guten An­walt, falls Sie mal einen brauchen sollten, und Market Shiflett, dem der Laden nebenan gehört, was sehr bequem ist und wo es die sündhaften Dove-Riegel gibt.«

»Hey, hey, und was ist mit uns?« tönte es im Chor von unten.

Harry hob Mrs. Murphy hoch. »Das ist Mrs. Murphy, das ist Tee Tucker, und das graue Kätzchen ist Pewter, Markets un­schätzbare Gehilfin, obwohl sie oft hier drüben ist und die Post abholt.«

Blair lächelte und schüttelte Mrs. Murphy die Pfote, worüber Harry entzückt war. Mrs. Murphy hatte nichts dagegen. Dann bückte sich der Traum von einem Mann und tätschelte Pewter den Kopf. Tucker hielt ihm die Pfote hin, und Blair schüttelte sie.



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