Bobs gestiefelte Füße polterten auf der ersten Stufe, als er die Eingangstur schloß. Da sie kein weiteres Poltern vernahm, blickte Harry von ihren Stempelkissen auf.

Kelly Craycroft ging auf Bob zu. Sein kastanienbraunes Haar schimmerte im Licht wie poliertes Kupfer. Kelly, eigentlich ein umgänglicher Mensch, lächelte nicht.

Schwanzwedelnd stand Ozzie neben Bob. Bob rührte sich noch immer nicht. Kelly erreichte die unterste Stufe. Er wartete einen Moment, sagte etwas zu Bob, das Harry nicht verstehen konnte, trat dann auf die zweite Stufe, worauf Bob ihn die Treppe hinunterstieß.

Wütend, mit dunkelrotem Gesicht, rappelte Kelly sich hoch. »Arschloch!«

Harry hörte es laut und deutlich.

Ohne etwas zu erwidern, schlenderte Bob die Treppe hinunter, aber Kelly, der nicht mit sich spaßen ließ, packte ihn an der Schulter.

»Jetzt hör mir mal gut zu!« schrie Kelly.

Harry wäre gern hinter dem Schalter hervorgekommen. Ihre guten Manieren behielten die Oberhand. Es wäre zu auffällig. Statt dessen strengte sie sich mordsmäßig an, um zu verstehen, was gesprochen wurde. Tucker und Mrs. Murphy, die kaum einen Gedanken daran verschwendeten, welchen Eindruck sie auf andere machten, stießen zusammen, als sie zur Tür rasten.

Diesmal hob Bob die Stimme. »Nimm deine Hand von meiner Schulter.«

Kelly griff fester zu. Bob ballte die Faust und schlug ihn in den Magen.

Kelly klappte vornüber, fing sich wieder. Geduckt machte er einen Satz, packte Bobs Beine und warf ihn aufs Pflaster.

Ozzie zischte los wie der Blitz und schlug seine Zähne in Kellys linkes Bein. Kelly heulte und ließ Bob los, der daraufhin wieder aufsprang.

»Aus« war alles, was Bob zu Ozzie sagen mußte, der Hund gehorchte aufs Wort. Kelly blieb liegen. Er zog sein Hosenbein hoch. Ozzies Biß hatte die Haut aufgerissen. Ein dünnes Blutrinnsal lief in seine Socke.



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