
In der Pizzeria bestellten Harry und Susan Riesensandwiches. Sie blieben drinnen, um sie im Wirkungsfeld der Klimaanlage zu genießen. Mrs. Murphy saß auf einem Stuhl, Tucker ruhte unter Harrys Sitz.
Harry biß in ihr Sandwich, und die halbe Füllung quoll am anderen Ende heraus. »Verflucht!«
»Das ist der Zweck von diesen Sandwiches. Wir sollen dumm dastehen.« Susan kicherte.
In diesem Moment kam Maude Bly Modena herein. Sie wollte zur Mitnehmtheke rübergehen, aber dann sah sie Harry und Susan und kam zu einem Austausch von Höflichkeiten herüber.
»Nimm Messer und Gabel. Was hast du mit deinen Händen angestellt?« fragte sie.
»Stempel saubergemacht.«
»Mir ist es egal, ob meine Poststempel verwischt sind. Ist mir lieber, als daß du wie Lady Macbeth aussiehst.«
»Ich werd's mir merken«, erwiderte Harry.
»Ich würde ja gerne bleiben und mit euch klönen, aber ich muß wieder in den Laden.«
Maude Bly Modena war vor fünf Jahren von New York nach Crozet gezogen. Sie hatte einen Laden für Verpackungsmaterial eröffnet - Kartons, Plastikschachteln, Papier, der ganze Kram -, und das Geschäft war ein voller Erfolg. Im Vorgarten stand eine alte Förderlore, auf der sie Blumengebinde und die täglichen Sonderangebote drapierte. Sie wußte, wie man Kunden anzog, und sie selber war, mit Ende Dreißig, ebenfalls anziehend. Zur Weihnachtszeit bildeten sich Schlangen vor ihrem Laden. Sie war eine gewiefte Geschäftsfrau und obendrein freundlich, was in dieser Gegend unumgänglich war. Mit der Zeit verziehen ihr die Einheimischen den unseligen Akzent.
Maude winkte zum Abschied, als sie an dem Panoramafenster vorbeikam.
»Ich denke immer, Maude wird schon noch den Richtigen finden. Sie ist wirklich attraktiv«, meinte Susan.
»Eher den Falschen.«
»Saure Trauben?«
