
»Das ist was anderes.« Susan machte sich über ihren Schokoladenkuchen her. »Stell dir vor, du wärst Stafford Sanburne und wärst nicht zur Hochzeit deiner Schwester eingeladen.«
»Das war jetzt aber ein Gedankensprung.«
»Wie ich schon sagte, du bist meine beste Freundin. In deiner Gegenwart muß ich nicht konsequent denken.« Susan lachte.
»Stafford hat Fair eine Postkarte geschickt.Durchhalten, Kumpel.< Da fällt mir ein, dasselbe hat Kelly zu mir gesagt. He, du hast was verpaßt. Kelly Craycroft und Bob Berryman hatten eine Rauferei, mit Fäusten und allem Drum und Dran.«
»Und das sagst du mir erst jetzt!«
»Es war so viel los, da habe ich es glatt vergessen. Kelly sagte, es ging um eine Rechnung für eine Auffahrt. Bob ist der Ansicht, er hat ihm zuviel berechnet.«
»Bob Berryman mag ja nicht gerade der Charme in Person sein, aber es sieht ihm nicht ähnlich, sich wegen einer Rechnung zu prügeln.«
»He, wie ich schon sagte, vielleicht kennen wir uns nicht richtig.«
Harry klaubte die Tomaten aus ihrem Sandwich. Das waren die Missetäter; sie war überzeugt, daß ohne die glitschigen Tomaten Fleisch, Käse und Gurken drin bleiben würden. Sie klappte das Brot wieder zusammen, und Mrs. Murphy langte über den Teller, um sich ein Stück Roastbeef zu angeln. »Mrs. Murphy, jetzt reicht's aber.« Harry sprach mit ihrer befehlenden Mutterstimme. Die würde nicht mal im Pentagon ihre Wirkung verfehlen. Mrs. Murphy zog die Pfote zurück.
»Vielleicht sollten wir uns freuen, daß Little Marilyn schließlich doch noch eine gute Partie gemacht hat«, sagte Susan.
»Du glaubst doch nicht, daß Little Marilyn Fitz-Gilbert Hamilton allein eingefangen hat, oder?«
Susan bedachte dies. »Sie ist so schön wie ihre Mutter.«
»Und kalt wie Stein.«
»Nein, ist sie nicht. Sie ist still und schüchtern.«
