
Rob starrte ihr nach. Boom Boom war eine hübsche Frau, dunkelhaarig, betörend. Er kam auf die Erde zurück. »Heute trag ich die Säcke rein, Harry. Die Emanzipation kannst du dir für morgen aufsparen.«
Harry lächelte. »Okay, Rob, zeig, daß du ein Kerl bist. Ich liebe Männer mit Muskeln.«
Er lachte und hievte beide Säcke auf seine Schultern, während Harry die Tür aufschloß.
Als Rob gegangen war, sortierte Harry die Post. Nach einer halben Stunde war sie fertig. Dienstags war es nie viel. Sie ging ins Hinterzimmer und machte sich eine Tasse starken Kaffee. Tucker und Mrs. Murphy spielten mit einem zusammengelegten Postsack. Als Harry aus dem Hinterzimmer auftauchte, stand Mrs. George Hogendobber an der Eingangstür, und der Sack bewegte sich verdächtig. Harry hatte keine Zeit, Mrs. Murphy herauszuziehen. Sie öffnete die Eingangstür, und als Mrs. Hogendobber hereinkam, schoß Mrs. Murphy wie eine Flipperkugel aus dem Sack.
»Fang mich, wenn du kannst!« rief sie Tucker zu.
Die Corgihündin rannte immer im Kreis herum, während Mrs. Murphy auf ein Regal sprang, dann auf den Schalter, mit einem Affenzahn darauf entlangsauste, mit allen vier Pfoten an der Wand landete und sich mit einer halben Kehrtwendung abstieß, wieder den Schalter entlangraste und in der entgegengesetzten Richtung dasselbe Manöver vollführte. Dann machte sie einen Satz vom Schalter herunter, lief zwischen Mrs. Hogendobbers Beinen durch - Tucker in wilder Jagd hinterdrein -, sprang wieder auf den Schalter und blieb dort still wie eine Statue sitzen, während sie Tucker auslachte.
Mrs. Hogendobber stockte der Atem. »Die Katze ist geistesgestört!«
Harry schluckte, erstaunt über diese Darbietung katzenhafter Akrobatik, und erwiderte: »Sie hat bloß mal wieder einen Anfall. Sie wissen ja, wie Katzen sind.«
