
Susan wußte, daß Fair, sobald der Schmerz nachließ, sich auf die Suche nach einer anderen Frau zum Lieben begeben würde, und das Nebenprodukt dieser Liebe würde heißen, daß die neue Ehefrau das Essen einkaufte, den Terminkalender der gemeinsamen gesellschaftlichen Verpflichtungen führte und darauf achtete, daß die Rechnungen bezahlt wurden. Alles aus Liebe.
Tat Susan das für Ned? Am Anfang ihrer Ehe hatte sie es getan. Nach fünf Jahren und zwei Kindern meinte sie den Verstand zu verlieren. Sie verweigerte sich. Ned wurde fuchsteufelswild. Dann hatten sie miteinander geredet, und zwar richtig. Susan hatte Glück. Ned auch. Sie fanden eine gemeinsame Basis. Sie lernten, mit weniger auszukommen, so daß sie eine Hilfe einstellen konnten. Susan nahm einen Halbtagsjob an, damit etwas Geld herein- und sie aus dem Haus herauskam. Aber Susan und Ned waren füreinander bestimmt, Harry und Fair dagegen nicht. Sex hatte sie zusammengebracht und hielt sie eine Weile beieinander, aber gefühlsmäßig verband sie nicht viel und intellektuell schon gar nicht. Sie waren zwei leidlich vernünftige Menschen, die sich voneinander befreien mußten, und, so traurig das war, sie taten es nicht ohne Zorn und gegenseitige Beschuldigungen, und nicht ohne ihre Freunde hineinzuziehen.
