
»Komm zur Sache, Pewter.« Mrs. Murphy schlug mit dem Schwanz.
»Wenn du dich so benimmst, geh ich. Ihr könnt es euch ja von jemand anderem erzählen lassen.«
»Geh nicht«, bat Tucker.
»Doch, ich gehe ganz bestimmt. Ich weiß, wann ich nicht erwünscht bin.« Pewter war ehrlich verstimmt. Sie sträubte den Schwanz, und als Harry die Tür öffnete und hereinkam, lief sie hinaus.
»Du bist wirklich grob«, klagte Tucker.
»Sie ist so schwatzhaft.« Mrs. Murphy war nicht in der Stimmung, sich zu entschuldigen.
»Sie mag ja schwatzhaft sein«, sagte Tucker,»aber wenn sie in der sengenden Hitze hierhergerannt ist, muß es schon was Wichtiges gewesen sein.«
Mrs. Murphy wußte, daß Tucker recht hatte, aber sie sagte nichts, sondern rollte sich auf dem Schalter zusammen. Tucker winselte ungehalten, damit Harry ihr die Tür neben dem Schalter öffnete. Harry gehorchte, und Tucker legte sich unter dem Schalter auf ihr großes Kissen.
Eine Stunde verging, während Leute kamen und gingen. Maude Bly Modena schlug ihrVogue-Exemplar auf, und sie und Harry lasen die Horoskope.
Maude behauptete, es gäbe nur zwölf Horoskopversionen. Das Horoskop für ein Sternzeichen würde im folgenden Monat zum nächsten Zeichen wandern, das Horoskop des Skorpions zum Schützen und das der Waage zum Skorpion. Nach zwölf Monaten wäre der Kreis geschlossen. Als Harry ungläubig kicherte, sagte Maude, daß die Leute sich nicht mal von einem Tag auf den anderen an ihr Horoskop erinnerten. Nie würden sie sich besinnen, was vor zwölf Monaten war.
Maude meinte, statt sich an eine vollständige Voraussage zu erinnern, solle man sich etwa den Satz: »Das andere Geschlecht interessiert sich und zeigt es« merken. Er würde nacheinander bei jedem Sternzeichen auftauchen.
Als Maude fertig war, lachte Harry so sehr, daß es ihr egal war, ob Maudes Theorie stimmte. Hauptsache, es war lustig und Harry merkte, daß sie sich noch amüsieren konnte. Eine Scheidung war nicht das Ende der Welt.
