Juni 921) aus der Stadt des Friedens (Bagdad) auf. Wir rasteten einen Tag in Nahrawan, und von dort zogen wir eilends weiter, bis wir al-Daskara erreichten, wo wir drei Tage rasteten. Darauf reisten wir geradewegs und ohne jede Verzögerung weiter, bis wir Hulwan erreichten. Dort hielten wir uns zwei Tage auf. Von dort zogen wir nach Qirmisin, wo wir zwei Tage verweilten. Darauf brachen wir auf und reisten, bis wir Hamadan erreichten, wo wir drei Tage verweilten. Darauf zogen wir weiter nach Sawa, wo wir zwei Tage verweilten. Von dort gelangten wir nach Ray, wo wir elf Tage verweilten, unterdessen wir auf Ahmad ibn-Ali warteten, den Bruder des al-Rasi, da dieser sich in Huwar al-Ray befand. Darauf zogen wir nach Huwar al-Ray und verweilten dort drei Tage.

Diese Passage gibt einen Vorgeschmack auf Ibn Fadlans Beschreibung der Reise. Etwa ein Viertel des gesamten Manuskriptes ist auf diese Art verfaßt, indem einfach die Namen der Ansiedlungen und die Anzahl der in einer jeden zugebrachten Tage aufgelistet werden. Der Großteil dieses Materials wurde getilgt. Offensichtlich reist Ibn Fadlans Gruppe nordwärts, und schließlich sieht sie sich gezwungen, den Winter über zu lagern.

Unser Aufenthalt in Gurganiya war von langer Dauer; wir blieben dort einige Tage des Monats Ragab (November) und während des ganzen Savan, Ramadan und Sawwal. Unser langer Aufenthalt wurde durch die Kälte und ihre Unbilden verursacht. Wahrlich, man berichtete mir, daß zwei Männer Kamele in die Wälder führten, um Holz zu besorgen. Sie vergaßen indes, Feuerstein und Zunder mitzunehmen und schliefen daher des Nachts ohne Feuer. Als sie am nächsten Morgen erwachten, fanden sie ihre Kamele steifgefroren von der Kälte.

Wahrlich, ich erlebte den Marktplatz und die Straßen von Gurganiya völlig verlassen ob der Kälte. Man konnte durch die Straßen ziehen, ohne jemandem zu begegnen. Sobald ich aus meinem Bade kam, betrat ich mein Haus und besah meinen Bart, welcher ein Klumpen aus Eis war.



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