
Ihre Vermählungsbräuche sind wie folgt: Einer von ihnen ersucht um die Hand eines weiblichen Mitglieds einer anderen Familie gegen diesen oder jenen Brautpreis. Der Brautpreis besteht oftmals aus Kamelen, Packtieren und anderen Dingen. Niemand kann sich ein Weib nehmen, bevor er die Verpflichtungen erfüllt, über welche er mit den Männern der Familie Einverständnis erlangt hat. Hat er ihnen indes entsprochen, so kommt er bar jedes Aufhebens, betritt die Behausung, wo sie sich befindet, nimmt sie in Gegenwart ihres Vaters, der Mutter und der Brüder, und sie hindern ihn nicht daran.
Wenn ein Mann stirbt, welcher Weib und Kinder besitzt, so nimmt sie der älteste unter seinen Söhnen zum Weibe, so sie nicht seine Mutter ist.
Wird einer der Türken siech und besitzt Sklaven, so sehen sie nach ihm, und niemand aus seiner Familie kommt ihm nahe. Ein Zelt wird fernab der Häuser für ihn aufgeschlagen, und er verläßt es nicht eher, als daß er stirbt oder gesundet. Ist er indes ein Sklave oder ein Armer, so lassen sie ihn in der Wüste und ziehen ihres Weges. Wenn einer ihrer bedeutenden Männer stirbt, so graben sie für ihn eine große Grube in Gestalt eines Hauses, und sie gehen zu ihm, kleiden ihn in einen Qurtag mitsamt seinem Gurt und Bogen und geben einen Trinkbecher aus Holz mit einem berauschenden Tranke in seine Hand. Sie nehmen all seine Besitztümer und stellen sie in dieses Haus. Darauf bringen sie ihn ebenso in dieses hinab. Darauf errichten sie ein weiteres Haus über ihm und formen eine Art Kuppel aus Lehm.
