Colonel Christopher, der einst im Haus Beautiful logiert hatte, hatte an die britischen Kräfte südlich des Flusses appelliert, Männer zu schicken, die Mrs Savage als Eskorte sicher fortgeleiteten, und Captain Hogan war der nächstranghohe Offizier. Sharpe und seine Schützen hatte Hogan beschützt, während der Pionier das nördliche Portugal kartografisch erfasst hatte, und so war Sharpe mit vierundzwanzig seiner Männer über den Douro nach Norden marschiert, um Mrs Savage und andere bedrohte britische Bewohner von Oporto in Sicherheit zu eskortieren. Was eine simple Aufgabe gewesen wäre. Doch dann hatte die Witwe Savage entdeckt, dass ihre Tochter ausgerissen war.

»Ich verstehe einfach nicht, dass sie ausgebüxt ist«, beharrte Sharpe.

»Vermutlich hat sie sich verliebt«, meinte Hogan. »Dafür sind neunzehnjährige Mädchen aus respektablen Familien anfällig bei all den Liebesromanen, die sie lesen. Ich sehe Sie in zwei Tagen wieder, Richard, oder vielleicht schon morgen? Warten Sie einfach auf Colonel Christopher.« Er neigte sich aus dem Sattel zu Sharpe hinab und senkte die Stimme, sodass nur Sharpe ihn hören konnte. »Halten Sie ein Auge auf den Colonel, Richard. Ich mache mir Sorgen um ihn.«

»Sie sollten sich um mich Sorgen machen, Sir.»

»Das mache ich auch, Richard, wirklich«, sagte Hogan. Dann richtete er sich auf, winkte zum Abschied und ritt hinter der Kutsche her, die durch das Tor des Anwesens fuhr zum Strom der Flüchtlinge, die auf dem Weg zum Douro waren.

Die Geräusche der Kutsche verklangen. Die Sonne kam gerade hinter einer Wolke hervor, als eine französische Kanonenkugel in einen Baum auf der Hügelkuppe schlug und eine rötliche Wolke entstand, die über den Hang trieb. Daniel Hagman starrte auf den Feuerball.



6 из 343