Der Artikel bekräftigte die in unserem Buch ausgesprochenen Warnungen: »Die Meeresströmungen, denen Europa sein mildes Klima verdankt, ändern ihren Verlauf. Wissenschaftler haben Hinweise darauf gefunden, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre eine Strömung namens Nordatlantikdrift umlenken und dadurch den großen Frost auslösen könnte.«

Aufgrund der Überflutung des Nordpolarmeeres mit Süßwasser aus schnell abschmelzendem Polareis ist es bereits zu drastischen Veränderungen bei den Strömungen gekommen, die unser Wetter beherrschen. Es gibt sogar Daten, die zeigen, dass eine Tiefseeströmung in der Arktis inzwischen in die entgegengesetzte Richtung fließt.

Als wir diese Meldungen kurz vor Veröffentlichung unseres Buches lasen, informierten wir umgehend unseren Verlag, der sofort Pressemitteilungen verschickte.

Zum größten Teil reagierten die Medien überhaupt nicht auf diese handgreiflichen Beweise dafür, dass unsere Warnungen nicht nur angebracht, sondern auch erschreckend aktuell waren.

Doch nicht alle Medien verhielten sich so. Besonders beeindruckt von dem Buch zeigte sich die Kolumnistin Liz Smith: »Das Buch kam mir in die Hände, als gerade diese Neujahrsstürme in Europa tobten, die fast hundert Menschenleben forderten. Aber diese Stürme sind nichts im Vergleich zu dem, was uns nach Meinung der Autoren erwartet, wenn wir uns nicht sofort an die Arbeit machen und etwas unternehmen.«

Die von ihr erwähnten Stürme waren wirklich beunruhigende Naturereignisse. Über 100 Menschen verloren das Leben, als Winde mit bis zu 200 Stundenkilometern in zwei aufeinander folgenden Sturmwellen über Europa hinwegfegten. Am 28. Dezember 1999 wütete der zweite Sturm mit noch nie da gewesenen Geschwindigkeiten über Frankreich, zerstörte Hunderte Millionen von Bäumen und verwüstete Stromleitungen, Straßen und Häuser.



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